Weil ein betrunkener Urlauber (24) nicht in seine Unterkunft zurückgekehrt war, startete im Tiroler Zillertal in der Nacht auf Sonntag eine Suchaktion von Bergrettung, Feuerwehr und Polizei. Seine Begleiter hatten Alarm geschlagen. Der Niederländer tauchte Stunden später schließlich von selbst wieder auf. Nun kommt eine saftige Rechnung auf den jungen Mann zu.
Die vier Urlauber befanden sich nach dem Après-Ski auf dem Weg in ihre Unterkunft in Gerlos, als sich einer der Männer von seinen Begleitern trennte und diese den Weg ohne ihn fortsetzten. Während die drei anderen in ihrer Bleibe warteten, blieb der Vierte im Bunde verschollen.
Daher meldeten sie ihren Freund gegen 2.45 Uhr bei der Polizei als abgängig. Die Exekutive suchte daraufhin zunächst alleine, dann mit Unterstützung von je zehn Kräften von Feuerwehr und Bergrettung.
„Wir haben den ganzen Weiler abgesucht“, schilderte Christian Münnich, Einsatzleiter der Bergrettung Gerlos. Doch von dem Vermissten fehlte jede Spur. „Gegen 6.30 Uhr haben wir uns dann entschieden, die Suche zunächst auszusetzen.“ Bevor es weitergehen konnte, tauchte der Niederländer schließlich von selbst wieder auf: Kurz vor 8 Uhr wurde er unverletzt vor einem Hotel in Gerlos gefunden.
Bergrettung stellt knapp Tausend Euro in Rechnung
Sein unfreiwilliger nächtlicher „Ausflug“ wird den 24-Jährigen teuer zu stehen kommen: „Die Bergrettung wird eine Rechnung stellen“, stellte Einsatzleiter Münnich klar. Der geforderte Betrag für den Einsatz der zehn Bergretter dürfte sich auf knapp unter Tausend Euro belaufen.
Wer die schlussendlich zu berappen hat, wird sich der Urlauber wohl mit seinen drei Begleitern ausmachen müssen, die immerhin den Anstoß für die Suchaktion gegeben haben.
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