Die vom Land ausgegliederte Flüchtlingsgesellschaft Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) wird vom ressortzuständigen Landeshauptmannstellvertreter Georg Dornauer (SPÖ) verstärkt auch auf die „Sonderbetreuung in der Grundversorgung“ ausgerichtet. 265.000 Euro werden vom Land jährlich zusätzlich zur Verfügung gestellt, um Menschen betreuen zu können, die sich in der Grundversorgung befinden und zusätzliche Betreuung benötigen.
Solche zusätzliche Betreuung würden zum Beispiel erblindete Personen nach Kriegsverletzungen oder Kinder aus der Ukraine mit Autismus oder Down-Syndrom benötigen. Auch im Falle von Traumatisierungen bei Kindern und Erwachsenen sowie für die Betreuung von gehörlosen Familien brauche es darüber hinausgehende Unterstützung. Mit dem jährlichen frischen Geld sollen zusätzlich zum bestehenden Team aus Sozialarbeitern, Psychologen und Lebensberatern weitere Expertinnen und Experten beschäftigt werden.
Bis zu drei Millionen Euro für Sicherheitsleistungen
Auch in puncto Sicherheit stockt man indes die Investitionen auf. So seien für Sicherheitsleistungen ab dem kommenden Jahr jährlich bis zu drei Millionen Euro vorgesehen und somit doppelt so viel wie bisher, kündigten Dornauer und Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP) an. Dabei gehe es sowohl um die Sicherheit der heimischen Bevölkerung als auch der Asylwerber, die in Unterkünften untergebracht sind. Zudem würden im Rahmen der geänderten Leistungsvereinbarung mit den TSD die Tageshöchstsätze in der Grundversorgung angepasst bzw. erhöht.
Heftige Kritik vonseiten der Opposition
Die TSD waren in den vergangenen Jahren - unter anderem wegen angeblicher Misswirtschaft - heftiger politischer Kritik der Tiroler Opposition ausgesetzt gewesen. Auch die damalige schwarz-grüne Landesregierung geriet ins Schussfeld. Ein Bericht des Landesrechnungshofs fiel mehr als kritisch aus und die TSD waren auch Thema eines eigenen Untersuchungsausschusses. Dornauer ist dabei, der TSD eine neue Struktur zu verpassen, ohne sie aber wieder in die Landesverwaltung zurückzuholen. Sie soll sich zunehmend in Richtung Sozialgesellschaft entwickeln.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.