Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen spitzt sich immer weiter zu. Geplante Termine in den Krankenhäusern müssen jetzt oft monatelang nach hinten verschoben werden, weil das Personal fehlt.
„Ich habe ein Jahr sinnlos Schmerzen, nur weil die Politik versagt hat“, ist auch Erwin Deicker, Betriebsrat bei den Barmherzigen Brüdern in Linz, selbst von der aktuell angespannten Situation in den heimischen Spitälern betroffen. Denn so lange muss er jetzt auf sein künstliches Knie warten. Und das ist leider kein Einzelfall mehr.
Fachpersonal fehlt
Generell gilt: Die Akutversorgung in den Spitälern ist in Oberösterreich gesichert. Aber bei allem, was gezielt zu operieren oder zu behandeln ist, muss man als Patient oft Wochen oder sogar Monate auf einen Termin warten. Besonders auffällig wird es zum Beispiel bei MR-Terminen, die sind bereits lange ausgebucht. In den Spitälern sind vor allem die Neurologie und die Innere Medizin auf der Suche nach Fachpersonal. Bei der Chirurgie sieht es in Sachen Personal noch besser aus.
Betten reduziert
Die Krankenhäuser müssen aber jetzt schon die Patienten bewusst reduzieren, damit das noch übrig gebliebene Personal nicht auch noch „ausbrennt“. Im Kepler Uniklinikum können – wie berichtet – nur rund 30 von 90 Betten auf der „Internen“ aktuell betreut werden. In anderen Spitälern spricht man von zehn bis 15 Prozent der Kapazitäten, die freigehalten werden müssen. „Da geht Potenzial verloren, das dem Bürger einfach vorenthalten bleibt“, macht Deicker aufmerksam.









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