24.11.2022 15:41 |

Vergewaltigungsvorwurf

US-Autorin reicht erneut Klage gegen Trump ein

Wenige Minuten nach dem Inkrafttreten eines Gesetzes, das in den USA eine verbesserte Ahndung von sexueller Gewalt ermöglichen soll, hat die Autorin E. Jean Carroll am Donnerstag in New York erneut Klage gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump eingereicht. Die Kolumnistin beschuldigt ihn, sie in den 1990er-Jahren in einem Luxuskaufhaus vergewaltigt zu haben.

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Das neue Gesetz auf Staatsebene macht es Opfern sexueller Gewalt möglich, auch noch Jahrzehnte danach Klage wegen sexueller Angriffe einzureichen und zivilrechtliche Ansprüche geltend zu machen. Auch, wenn die Tat bereits verjährt ist. Die Rechtsvertretung der Journalistin reichte die Unterlagen auf elektronischem Weg beim Gericht ein. Carroll verlangt Entschädigungs- und Bußzahlungen in nicht genannter Höhe.

Beschreibt in Buch sexuellen Übergriff
Die heute 78-Jährige wirft Trump vor, sie vor mehr als zwei Jahrzehnten in der Umkleidekabine eines New Yorker Kaufhauses vergewaltigt zu haben. Der sexuelle Angriff habe sich 1995 oder 1996 ereignet, schreibt Carroll in ihrem im Juni 2019 erschienenen Buch, aus dem das „New York Magazine“ damals Auszüge veröffentlichte.

Trump habe sie im Kaufhaus Bergdorf Goodman gebeten, ihn beim Kauf von Damenunterwäsche für eine nicht näher genannte Frau zu beraten. Er habe zu einem durchsichtigen Spitzenbody gegriffen und ihr vorgeschlagen, ihn anzuprobieren. Sie habe Trump im Scherz vorgeschlagen, den Body selbst anzuprobieren, und sei mit ihm in eine Umkleidekabine gegangen.

Vergewaltigung in Umkleidekabine?
Als die Tür sich schloss, habe sich Trump auf sie gestürzt und gegen die Wand gedrückt, schrieb Carroll in ihrem Buch. Er habe seinen Mund gegen ihre Lippen gepresst, ihre Strumpfhose heruntergerissen, seine Hose geöffnet und sei in sie eingedrungen. Sie habe sich aber befreien können und sei aus der Umkleidekabine geflohen.

Sie hatte Trump wenige Monate später auch wegen Verleumdung geklagt, um sich gegen dessen Anschuldigung, sie habe die Vorwürfe erfunden, zu wehren. Trump hat die bekannte Kolumnistin nach Bekanntwerden der Vergewaltigungsvorwürfe der Lüge bezichtigt und in einem Interview behauptet, er kenne Carroll überhaupt nicht. „Sie ist nicht mein Typ“, fügt er damals hinzu.

Bislang hatte die „Elle“-Kolumnistin Carroll den Ex-Präsidenten wegen des Vergewaltigungsvorwurfs nicht klagen können, weil seit dem mutmaßlichen, von ihr behaupteten sexuellen Übergriff bereits zu viele Jahre vergangen waren.

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