23.11.2022 06:47 |

Klitschko in Sorge:

„Schlimmster Winter seit dem Zweiten Weltkrieg“

Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, rechnet wegen der Stromausfälle mit einem dramatischen Winter für die etwa drei Millionen Einwohner zählende Hauptstadt der Ukraine. Vonseiten der ukrainischen Regierung versucht man dem noch zuvorzukommen - Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte die Einrichtung von 4000 Wärmestuben im Land an.

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„Das ist der schlimmste Winter seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). Man müsse daher auf das „schlimmste Szenario“ von flächendeckenden Stromausfällen bei tiefen Temperaturen vorbereitet sein: „Dann müssten Teile der Stadt evakuiert werden“, sagte er. „Aber so weit wollen wir es nicht kommen lassen!“

„Putin will die Menschen terrorisieren“
Der Ex-Box-Weltmeister warf dem russischen Staatschef Wladimir Putin vor, durch Angriffe auf die zivile Infrastruktur die Ukrainer zur Flucht aus Kiew treiben zu wollen. „Putin will die Menschen terrorisieren, sie frieren lassen, ohne Licht.“ So solle Druck auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ausgeübt werden.

„Aber das wird nicht passieren. Mein Eindruck ist: Die Menschen werden nur noch wütender, noch entschlossener. Wir werden nicht sterben oder fliehen, so wie Putin es möchte“, sagte Klitschko. Er bat Deutschland, neben Waffen zur Verteidigung dringend auch Generatoren, Schutzkleidung und humanitäre Güter zu schicken.

Selenskyj kündigt „Stabilitätspunkte“ an
Selenskyj selbst kündigte am Dienstag die Einrichtung von mehr als 4000 Wärmestuben für die von Kälte und Dunkelheit geplagte Bevölkerung des angegriffenen Landes an. „Alle grundlegenden Dienstleistungen werden dort bereitgestellt“, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache am Dienstag. „Dazu gehören Strom, mobile Kommunikation und Internet, Wärme, Wasser, Erste Hilfe. Völlig kostenlos und rund um die Uhr.“

Konkret sollen dabei Einrichtungen in Verwaltungsgebäuden oder Schulen „Stabilitätspunkte“ genutzt werden. Der offizielle Name auf einer Website der Regierung lässt sich auch mit „Punkte der Unerschütterlichkeit“ übersetzen. „Ich bin sicher, dass wir diesen Winter gemeinsam überstehen werden, wenn wir uns gegenseitig helfen“, sagte er.

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