Energieverschwendung

Zentralheizung: Mieter schwitzen in Wohnungen

Wien
08.10.2022 19:00

Für Umwelt und Geldbörsl wollen Bewohner aus Wien-Penzing ihre Heizung drosseln. Aber die Hausverwaltung lässt das nicht zu.

Wenn es draußen kalt ist, wünscht sich jeder ein warmes Zuhause. In einem Wohnhaus in der Schanzstraße in Penzing wird das Heizen für die Bewohner jedoch zur Qual. „Wir haben eine Zentralheizung und können die Temperatur in unseren Wohnungen nicht regulieren“, erzählt der Mieter Gerald Wochinger. Jedes Jahr würde die Heizung bis zu den Eisheiligen, Mitte Mai, in Betrieb sein, auch wenn es draußen 25 Grad hat.

„Wir können nachts nur bei offenem Fenster schlafen, auch im Winter“, beklagt der 66-Jährige. Abgesehen davon, dass die Aufenthaltsqualität in den eigenen vier Wänden darunter leidet, ist das eine reine Energieverschwendung. Erst kürzlich wurde das Haus neu gedämmt und die Fenster ausgetauscht. „Wozu?“, fragen sich die Bewohner berechtigterweise.

Mieter müssen für Heizkosten aufkommen
Und auch auf den Heizkosten bleiben die Mieter sitzen. „Seit Anfang Februar zahlen wir noch dazu um 92 Prozent mehr für die Fernwärme, ich sehe nicht ein, warum ich für etwas zahlen soll, was ich nicht brauche“, so der verärgerte Pensionist. Und auch am Gang und in der Garage hat es durchgehend warme 21 Grad. „Gerade jetzt wird Energiesparen großgeschrieben, wir würden gerne, können aber nicht“, beklagt Frau Wochinger.

Aus diesem Grund haben das Ehepaar und einige ihrer Nachbarn im Frühjahr eine Unterschriftenaktion gestartet und die Hausverwaltung gebeten, die Heizung entsprechend zu regulieren. Von dieser erhielten sie lediglich die Antwort, dass die Mieter das nicht zu entscheiden hätten, wie warm es im Wohngebäude sein soll.

Die Vermieter haben auf „Krone“-Anfrage nicht reagiert.

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