Exakt ein Jahr nach seiner schmerzlichen Wahlniederlage - und dem Verlust des Grazer Bürgermeistersessels an die Kommunisten - ist Siegfried Nagl wieder da: als Energie-Sonderbeauftragter in der Wirtschaftskammer.
Mit Tränen in den Augen verkündete Siegfried Nagl am Abend des 26. September 2021 seinen Rückzug. Kurz zuvor wurde das für ihn und die ÖVP Undenkbare Wirklichkeit: Die KPÖ erreichte bei der Grazer Gemeinderatswahl Platz 1, Elke Kahr löste Nagl nach fast 20 Jahren an der Spitze des Rathauses ab.
Nagl zog sich danach fast komplett aus der Öffentlichkeit zurück, erst in den vergangenen Monaten wurde er wieder öfters im gesellschaftlichen Leben gesehen. Und nun hat er auch einen neuen Job - aber nicht in Graz, sondern in Wien: Nagl wird mit Oktober neu geschaffener Energie-Sonderbeauftragter bei der Wirtschaftskammer Österreich!
Zwist zwischen Kammer und Ministerium
Es brauche „eine grundlegende Transformation des Energiesystems“, heißt es in einer Mitteilung der Wirtschaftskammer. Bis dato fehle aber ein „umfassender Plan zur Sicherstellung der Versorgung mit leistbarer grüner Energie“. Daher will die Kammer nun einen „konkreten Umsetzungsplan“ entwickeln, „der die erforderliche Technologieoffenheit ebenso berücksichtigt, wie die infrastrukturellen Notwendigkeiten und die Möglichkeiten internationaler Energiepartnerschaften“.
Klingt anspruchsvoll - und wird vor dem Hintergrund, dass zwischen der „schwarzen“ Wirtschaftskammer und dem grünen Klimaschutzministerium unter Leonore Gewessler die Stimmung durchaus angespannt ist, nicht einfacher.









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