Eher Glücksspiel

Jeder zweite Anruf bei Wiener MA 35 geht ins Leere

Wien
22.09.2022 11:25

Wer in Wien etwas von der MA 35 benötigt, braucht einen langen Atem. Telefonisch durchzukommen grenzt an Glücksspiel - und „zeitnah“ ist für die Mitarbeiter ein dehnbarer Begriff.

Bei der Einwanderungsbehörde (MA 35) stapeln sich die Aktenberge. Vonseiten der Stadt heißt es, dass vor allem der Ukraine-Krieg dafür verantwortlich sei. Wir hätten gerne bei der MA 35 selbst nachgefragt, sind aber telefonisch nicht durchgekommen. Doch nicht nur uns geht es so.

Wie aktuelle Zahlen beweisen, ist ein telefonisches Durchkommen eher mit einem Glücksspiel zu vergleichen. Im Oktober 2021 - also Monate vor dem Ukraine-Krieg - wurde nur rund jeder zweite Anruf überhaupt angenommen. Ähnlich war es im Juni und Juli 2022. In der Zeit dazwischen konnten sich wenigstens rund sechs von zehn Anrufern über einen Gesprächspartner freuen.

Rückruf ließ Monate auf sich warten
„Tipp“: Erreicht man einen Mitarbeiter, niemals mit einem zeitnahen Rückruf abspeisen lassen. Ein solcher wurde laut Volksanwaltschaft im November 2021 einem Herrn bezüglich Erstinfogespräch versprochen. Erst Monate später - im Februar 2022 - war es dann so weit.

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Mehr Organisationsversagen geht nicht.

ÖVP-Parteiobmann Karl Mahrer und -Verfassungssprecher Patrick Gasselich unisono

Trotz Millioneninvestitionen haben sich die Wartezeiten nicht verkürzt. Für die ÖVP sind das unhaltbare Zustände. Der Wiener Parteiobmann Karl Mahrer und Verfassungssprecher Patrick Gasselich: „Ewige Wartezeiten und Telefonchaos gehören immer noch zum Alltag. Mehr Organisationsversagen geht nicht.“

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