Der Bund überwies an die 132 Kärntner Kommunen 4,6 Millionen Euro für eine Impfkampagne. In vielen Gemeinden würde man das Geld aber für dringendere Projekte benötigen.
Schon im März hat der Bund an die 132 Kärntner Gemeinden für eine Impfkampagne im Herbst 4,6 Millionen Euro überwiesen. Villach hat seinen Anteil an Vereine übertragen, die mit Plakaten die Menschen zum Impfen animieren sollen. In Klagenfurt werden auch Wirtschaftsbetriebe eingebunden.
Steuergeld könnte in Impflotterie investiert werden
Doch in vielen anderen Gemeinden würde man das Geld lieber anders investieren. Günther Vallant ist Präsident des Gemeindebundes und Bürgermeister in Frantschach: „Wir haben 20.000 Euro erhalten. Die werden in einen Postwurf oder eine Impflotterie investiert.“
Die Impfkampagne in den Gemeinden ist Geldverbrennung. Der Bund und das Land machen eine, wir brauchen das Geld für andere Zwecke.
Günther Vallant, Präsident Kärntner Gemeindebund
Geld zurück an den Bund?
In anderen Gemeinden werde bereits überlegt, das Geld an den Bund zurückzuschicken. Denn die Bestimmungen seien ziemlich rigoros und würden dadurch einige überfordern. Demnach müsse ein Betrieb zumindest 100 Kunden pro Woche vorweisen können, damit ihm das Geld zustehe. Was Vallant besonders ärgert: Eine Verwendung für andere Projekte sei nicht vorgesehen. „Dabei hätten vor dem Hintergrund der Teuerung viele eine zusätzliche Finanzspritze dringend nötig.“
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