Der Hype bei Internet-Käufen ist vorbei. In der ersten Hälfte des zweiten Quartals sanken die Einnahmen bei 1600 Händlern in OÖ. Nun sucht man neue Vertriebskanäle. Trendforscher Nick Sohnemann fordert Kreativität.
Ob Mode, Möbel oder Sportschuhe: Dank der Coronakrise boomte der Onlinehandel. „Jetzt wollen die Leute wieder persönlich ins Geschäft gehen - der Umsatz sinkt“, sagt Nick Sohnemann, Trendforscher aus Hamburg zur „Krone“.
Jetzt gehen die Leute wieder in die Läden, das bringt momentan Umsatzeinbrüche im Internethandel – Grund genug, Neues auszuprobieren.
Nick Sohnemann, Trendforscher in Deutschland
Er sprach im Rahmen einer Veranstaltung des oberösterreichischen Handels im Rosengarten über aktuelle Probleme beim Online-Shopping: „Der Konsument hat viel Arbeit, er muss oft umständlich auswählen, bestellen. Auch die Logistik ist oft zu kompliziert.“ Der Onlinehandel brauche daher viele Verbesserungen.
Pandemie brachte Durchbruch
Verzichten kann man auf das Internet nicht mehr. Allein in OÖ sind schon mehr als 1600 Unternehmen im Versandhandel tätig. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Halbjahresumsätze um minus 1,6 Prozent. Rückgänge gab es u. a. bei Textilien, Luxusartikeln und bei Artikeln für den Vereinssport. Die Umsätze liegen aber noch deutlich über dem Vorkrisenniveau.
Kostensteigerungen im Transport und bei Lieferketten beschäftigen die Branche, aber auch neue Vertriebskanäle und ökologische Themen.
Martin Sonntag, Obmann des Internet-, Versandhandels und allgemeinen Handels, WKOÖ
Jetzt TikTok?
Zu den Zukunftsthemen zählen „neue Vertriebskanäle wie etwa TikTok, die ökologische Transformation oder wiederverwendbare Verpackungen“, sagt Gremialobmann Martin Sonntag. Trendforscher Sohnemann fordert zudem mehr Kreativität auf dem Online-Sektor: „Ein Produktfoto reicht nicht mehr. Videos werden Shopping im Internet interessanter machen, oder Leih- und Testangebote in Kombination mit Online-Handel.“










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