Ab auf die Insel! Heute hebt Salzburgs Flieger in Richtung London ab. Trainer Matthias Jaissle spricht im „Krone“-Interview über Chelseas größte Stars, ein verhindertes Wiedersehen und eine große Premiere ...
„Krone“: Sieben Siege aus den letzten acht Spielen, 21:2 Tore. Wie breit ist die Brust, mit der Sie nach London reisen?
Matthias Jaissle: Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden und reisen mit dem nötigen Selbstvertrauen nach London.
Defensiv wirkt Ihre Mannschaft so stabil wie selten zuvor. Woran machen Sie die Stärke fest?
Auch letztes Jahr war das schon ein Schlüssel. Dieses Jahr ist es beeindruckend, wie wenig Gegentore wir kriegen. Wir versuchen immer eine möglichst ausgewogene Balance auf dem Platz zu haben.
Klassische Trainerfrage. Lieber 1:0 oder 6:5?
Lieber 6:0 (lacht). So wie in Lustenau. Begründet damit, dass ich Verteidiger war, ist mir die Null wichtig. Wenn wir bei 4:0 ein Tor kriegen, ärgert mich das.
Welche Chelsea-Spieler beeindrucken Sie besonders?
Wie lange haben wir Zeit? (lacht) Über die Klasse eines Aubameyang brauchen wir nicht groß zu sprechen, Sterling ist ein Weltklassespieler. Havertz ist unglaublich interessant. Dazu kommen Mount, Loftus-Cheek, Ziyech, Jorginho und so weiter. Chelsea ist gespickt mit Weltklassespielern.
Für viele Experten sind die Engländer stärkster Gegner. Wie schätzen Sie das ein?
Ich würde das unterstreichen. Bei Milan habe ich gesagt, dass sie weit oben im Regal sind. Chelsea ist noch mal eine Schublade drüber.
Trainer Thomas Tuchel wurde als Trainer entlassen. Inwieweit verändert das Ihre Gegnervorbereitung?
Das ist eine erschwerte Situation. Auch für uns kam das überraschend. Ich hatte mich sehr auf ein Wiedersehen gefreut. Er war mein U15-Trainer, hat dann eine Weltkarriere gemacht. Beeindruckend! Schade, dass es kein Wiedersehen gibt.
Was wissen Sie über Nachfolger Graham Potter?
Wir haben uns im Trainerteam und mit unseren Analysten intensiv mit seiner Idee von Fußball auseinandergesetzt und so einen Matchplan entwickelt.
Auf Sie wartet der Premierenauftritt in England.
Endlich auf der Insel! (lacht). Das ist ein Traum, der in Erfüllung geht!
Salzburg hat noch nie in England gewonnen. Wie reizvoll ist es, für eine weitere Premiere zu sorgen?
Das ist immer reizvoll. Wir könnten eine neue Geschichte schreiben. Wir sind aber nicht blauäugig. Wenn Chelsea einen Sahnetag erwischt, könnten wir auch einen haben, und es würde nicht reichen. Wir tun gut daran, demütig zu bleiben.
Haben Sie in London familiäre Unterstützung?
Mein Berater und mein bester Kumpel sind dabei, der fliegt sogar extra ein. Beim Milan-Spiel waren auch meine Eltern da, was mich sehr gefreut hat. Viel Zeit bleibt bei solchen Spielen aber leider nie, diese Menschen zu sehen.








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