02.03.2005 20:15 |

Friedensgipfel

Bundesliga-Vizepräsident will Wogen glätten

"Der Verlierer ist der Fußball!" Mattersburg-Boss Martin Pucher will nach der zuletzt vermehrten Kritik an Bundesliga-Präsident und Austria-Mäzen Frank Stronach sowie dessen Brief an alle Präsidenten die Wogen wieder glätten, berief für den 15. März als eine Art "Friedensgipfel" eine Präsidentenkonferenz ein.
Die von Rapid, GAK und Pasching neu entfachteDebatte um die Doppelfunktion von Stronach und dessen Antwort,in der er erneut klarstellte, dass er nicht um jeden Preis Bundesliga-Präsidentsein muss, geht Pucher schon ein wenig zu weit - daher beriefer in seiner Eigenschaft als Liga-Vizepräsident den "Friedensgipfel":
 
*"Die Diskussion gehört dort geführt,wo sie hingehört - in der Liga und nicht in den Medien. Alle,ich betone alle, sollen sich an der Nase nehmen, damit weitererSchaden von unserem Fußball abgewendet wird. Ich bin auchnicht mit dem Brief von Stronach glücklich. Aber er wolltedamit seinen Ärger kundtun."
 
Pucher gesteht, "Stronach zu verehren, weil er fürmich politisch wie wirtschaftlich der unabhängigste Präsidentist, den die Liga haben kann - und er es nicht verdient hat, dasser wegen dem Fußball angepatzt wird." Puchers Appell, dasssich alle ab sofort nicht mehr "Öffentlich bekriegen" zeigteschon Wirkung. Frank Stronach will sich nämlich bis 15. Märznicht mehr dazu äußern.
 
Die Vorgeschichte
Die Klubchefs bekamen am Dienstag Post von FrankStronach. Unter "sehr geehrte Präsidenten, liebe Freundedes österreichischen Fußballs" schlug er gegen seineKritiker um Rapid-Präsident Rudolf Edlinger, der schon einenStronach-Nachfolger an der Hand haben will, zurück.
 
Stronach behauptete, dass sich in seiner Äradie Lage der Liga entscheidend verbessert habe und warf Edlingervor: "Die Konflikte, die wir miteinander hatten, waren immer darinbegründet, dass er Sonderlösungen für Rapid aufKosten aller anderen Vereine durchsetzen wollte."
 
Edlinger habe durch sein Vorgehen der Liga sichermehr geschadet als genützt. Und es sei schade, dass Pasching-PräsidentFranz Grad bei dieser Art von Politik mitmache. Als Dritten imBunde bezeichnete Stronach den "Sonderkurier" von GAK-Boss RudiRoth namens Lukas Strohmayer, der er ein "besonders intrigantesVerhalten" vorwarf.
 
Stronach stellt klar, dass er sich als Diener derKlubs sieht, nicht das Bedürfnis habe, sich in der Öffentlichkeitzu profilieren. Sollten aber die Präsidenten ihn mehrheitlichnicht mehr wollen, "werde ich diesen Entschluss ohne Zorn zurKenntnis nehmen, mein ganzes Engagement der Austria zuwenden!"
Samstag, 15. Mai 2021
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