„Bin kein Vorbild“
Spott für rauchende, adipöse Gesundheitsministerin
Die neue britische Gesundheitsministerin Therese Coffey hat auf Fragen zu ihren Rauchgewohnheiten und ihrem Gewicht eingeräumt, dass sie möglicherweise kein Musterbeispiel für ihren Job ist. „Ich bin vielleicht kein Vorbild. Ich werde vermutlich alle möglichen Kommentare zu hören bekommen“, so die 50-Jährige. Auf Twitter sind die ersten bissigen Postings schon zu finden.
Als Reaktion auf die Berufung ins Gesundheitsressort hatten Internetnutzer umgehend über Coffey gelästert und alte Fotos der Ministerin getwittert, die sie Zigarre paffend und offensichtlich angetrunken zeigen. Auch Oppositionspolitiker nahmen die bisherige Arbeitsministerin daraufhin in Schutz und verurteilten die Vorwürfe scharf. Für Erheiterung sorgte dann am Mittwoch, dass während eines LBC-Interviews ihr Handyalarm losging - als Ton hatte Coffey das Lied „Still D.R.E.“ des US-Rappers Dr. Dre eingestellt.
Auch inhaltliche Kritik an Coffey
Allerdings gab es auch inhaltliche Kritik an Coffeys Ernennung. So hatte die Abtreibungsgegnerin kürzlich im Parlament dagegen gestimmt, sogenannte Abtreibungspillen für den Gebrauch im eigenen Zuhause zuzulassen. Dem Sender Sky News sagte die gläubige Katholikin nun: „Ich bin eine absolute Demokratin, und diese Frage ist erledigt, deshalb werde ich nicht versuchen, irgendwelche Aspekte der Abtreibungsgesetze rückgängig zu machen.“ Coffey gilt als engste Vertraute der neuen Premierministerin Liz Truss, die sie am Dienstagabend zusätzlich zur Vizeregierungschefin ernannt hatte.
Coffeys Fokus als Gesundheitsministerin liegt übrigens darauf, „die Lage für die Millionen Patienten, die auf eine Behandlung warten, zu verbessern“, wie sie sagte. Als Vorbild, wenn sie selbst schon keines sei, könne man sich allerdings die obersten Ärzte des Landes und andere nehmen.















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