Ob im Berufsleben, in zahlreichen Ehrenämtern oder auch in der Lokalpolitik: Elisabeth Metzler setzte sich vor allem für ihre Mitmenschen ein.
„Offensichtlich habe ich das, was man ein Helfer-Syndrom nennt“, schmunzelt Elisabeth, von allen nur Lisi genannt. Warum sie sich so vielfältig und gerne für andere engagiert? „Ich bin einfach so“, antwortet sie spontan. Zuerst halfen Lisi und Gatte Klaus vor allem, unsere Pensionen zu sichern, war sie doch nach Matura und Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin lange Hausfrau und Mutter. „Ich war insgesamt sieben Jahre lang entweder schwanger oder am Stillen“, schildert sie ihre 90er-Jahre mit hörbarem Stolz.
Ich halte mich schon für ein Organisationstalent und eine gute Netzwerkerin
Elisabeth Metzler
Ihre vier Kinder, die mittlerweile als Informatiker, Arzt, Lehrerin und Student der Musikwissenschaften auf eigenen Beinen stehen, waren auch der Grund, dass sie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde. „Als Elternvereinsobfrau der Volksschule Bregenz-Stadt war ich ziemlich rührig. Vor allem mein Engagement für ein Busparkverbot in der Schillerstraße im Sinne der Kinder-Sicherheit schlug Wellen.“
In der Tat: Bürgermeister Markus Linhart war so angetan, dass er sie bat, als Stadtvertreterin bei seiner ÖVP Mitverantwortung zu tragen. Was Lisi dann auch tat, unter anderem war sie über viele Jahre Vorsitzende des Kinder- und Familienausschusses. Parallel dazu leitete sie von 2000 bis 2020 die Ortsgruppe der „GUTA-Bregenz“ - eine Frauenbewegung, die Sozialaktionen durchführt und so Spenden für bedürftige Familien lukriert.
Organisationstalent und gute Netzwerkerin
2007 stieg Lisi schließlich wieder ins Berufsleben ein - die Tätigkeit in der Informations- und Servicestelle von „Lebensraum Bregenz“ kam ihrer sozialen Ader sehr entgegen. So organisierte sie die mittlerweile legendären Vorklöschtner Märkte zu Advent und Ostern, sowie zweimal jährlich den „Kinder-Flohmarkt“, unterstützte zahlreiche Selbsthilfegruppen und beantwortete unzählige Bürgeranfragen.
„Ich halte mich schon für ein Organisationstalent und eine gute Netzwerkerin“, so die sonst immer bescheiden auftretende Ur-Bregenzerin. Diese Eigenschaften bringt sie auch als Vorsitzende des Pfarrkirchenrates der Pfarre Herz Jesu ein: „Dort engagiere ich mich sehr, sehr gerne. Denn die Weltoffenheit und Freude, die Pfarrer Arnold Feurle vermittelt, gibt mir Kraft und Erfüllung an der kirchlichen Arbeit.“
Eine Kraft, die Lisi auch braucht, um mit einer schweren Erkrankung, an der sie seit nunmehr vier Jahren laboriert, umzugehen. „Ich genieße ganz bewusst jeden Tag, an dem es mir gut geht und widme mich, so die Energie denn reicht, meiner Familie, meinem Garten und meinen Hobbys", so die 60-jährige Helferin aus Leidenschaft, die dank ihrer positiven Einstellung auch sich selbst gut zu helfen weiß...








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