Durch die Corona-Pandemie steigerte sich in den letzten Jahren das Paketaufkommen bei der österreichischen Post und den weiteren Zustellfirmen massiv. Das nutzten auch die Paketdiebe aus. Ein 45-jähriger Paketzusteller aus dem oberösterreichischen Bezirk Grieskirchen soll 800 Pakete gestohlen und die Beute zum Teil im Internet verkauft haben.
Nach einer Anzeige des posteigenen Ausforschungsdienstes konnte bereits im Jänner 2022 ein als Pakettransporteur tätiger 45-jähriger Österreicher im Bezirk Grieskirchen in Verbindung mit einem Paketdiebstahl gebracht werden. Bei den langwierigen weiteren Ermittlungen zeigte sich das wahre Ausmaß seiner Aktivitäten. Bei einer Hausdurchsuchung und den Ermittlungen der Diebstahlsgruppe des Landeskriminalamtes Oberösterreich konnten mehrere hundert sichergestellte Pakete einer großangelegten Diebstahlserie im Zeitraum von März 2020 bis Jänner 2022 zugeordnet werden.
Der Beschuldigte hatte sich dabei vorwiegend auf Retourwaren konzentriert, da von den Firmen in den überwiegenden Fällen bereits Entschädigungen oder Rücküberweisungen stattgefunden haben und die Waren somit den Bestellern nicht mehr in Rechnung gestellt wurden. In einigen Fällen eignete er sich eigene Retourwaren an, also Bestellungen, die er selbst durchgeführt hatte und wieder zurücksendete.
Diebesgut im Internet verkauft
Nach derzeitigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass etwa 800 Pakete mit Gegenständen mit einem Wert im sechsstelligen Bereich gestohlen und vom Beschuldigten auf verschiedensten Wegen, auch auf Internetplattformen, verkauft bzw. zum Verkauf angeboten wurden.
Die Waren reichten von Fernsehgeräten über Kaffeemaschinen bis zu Kleidungsstücken. Durch die Sicherstellung von 506 Paketen konnte ein erheblicher Teil des Schadens wiedergutgemacht und die Waren den geschädigten Firmen ausgehändigt werden. Der Beschuldigte ist geständig.










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