03.08.2022 08:47 |

Notfallplan erstellen

Blackout in Krisenzeiten: Vorsorge entscheidend

Die jüngsten Krisen lassen ein Blackout oder anderweitige Infrastrukturausfälle immer wahrscheinlicher erscheinen. Wie wir einen solchen Notfall überstehen, hängt laut dem Krisenvorsorgeexperten Herbert Saurugg wesentlich von der persönlichen Vorsorge ab. „Denn nur wenn die Menschen wissen, dass es ihrer Familie gut geht, gehen sie in die Arbeit und helfen beim Wiederhochfahren der Systeme.“

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Bei einem großflächigen Stromausfall reicht es nicht, nur die Energie wieder zur Verfügung zu stellen, was etwa in ganz Europa bereits eine Woche dauern könnte. Danach werden noch mehrere Tage vergehen, bis Internet und Telefonie wieder funktionieren, was aber unbedingt nötig ist, um die Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern zu versorgen. Die langsame Rückkehr zur Normalität sei also nicht vor der zweiten Woche zu erwarten, so der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge.

Vorräte für zwei Wochen nötig
Entsprechend macht die Empfehlung durchaus Sinn, für zumindest 14 Tage autark zu sein. Neben haltbaren Lebensmitteln für zwei Wochen, genügend Wasser (zwei Liter pro Person und Tag) und einem entsprechenden Campingkocher, sollten u.a. auch Hygieneartikel, Medikamente, Taschenlampen und Decken vorhanden sein. Ein mit Batterien betriebenes Radio (Autoradio) bietet die Möglichkeit, wichtige Informationen zu erhalten.

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Einfach selbst überlegen, was man für zwei Wochen benötigt, um ohne Einkauf gut über die Runden zu kommen.

Herbert Saurugg , Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge

„Einfach selbst überlegen, was man für zwei Wochen benötigt, um ohne Einkauf gut über die Runden zu kommen. Welche speziellen Bedürfnisse gibt es etwa für Kleinkinder, Haustiere oder Pflege etc.?“, meinte Saurugg. Und er empfiehlt, beim nächsten Einkauf statt einer Packung zwei oder drei mitzunehmen. Es sei nicht notwendig, alles auf einmal einzukaufen.

Treffpunkte vereinbaren
Mindestens ebenso wichtig ist es, mit den Familienmitgliedern einen Treffpunkt zu vereinbaren, wenn kein Handy oder öffentliches Verkehrsmittel mehr funktioniert - etwa mit den Kindern, die in der Schule sind. Auch sollte man sich mit Nachbarn zusammentun und gewisse Ressourcen gemeinsam nutzen bzw. auf hilfsbedürftige Menschen schauen.

Straßen „kein unsicherer Ort“
Die Vorstellung vieler, dass im Krisenfall marodierende Horden herumziehen und damit die Straßen zu einem unsicheren Ort machen, sei jüngst von einem Soziologen widerlegt worden. „Doch wenn wir eine entsprechende Erwartungshaltung haben und kommunizieren, dann werden sich die Leute auch so verhalten“, sagte Saurugg. Nur wenn die Menschen möglichst gut zusammenhelfen und aufeinander schauen, könnte man entsprechende Situationen bewältigen.

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