Instagram ist auch nicht mehr das, was es früher einmal war. Auf der einst als Plattform für Fotos gestarteten und inzwischen vermehrt auf Videos ausgerichteten Plattform regt sich deshalb Widerstand, auch von prominenten Nutzern wie Kylie Jenner oder Schwester Kim Kardashian. Instagram selbst macht für den Wandel jedoch die Nutzer verantwortlich.
„Instagram ist keine Foto-Plattform mehr“ - mit diesen Worten hatte Firmenchef Adam Mosseri im Juli des Vorjahres aufhorchen lassen. Um mit Konkurrenzangeboten wie YouTube und vor allem TikTok mithalten zu können, wolle sich das zu Facebook gehörende Netzwerk künftig verstärkt auf Videos konzentrieren.
Unter den Nutzern kam diese Ankündigung schon damals nicht gut an, nun regt sich erneut Widerstand gegen die Neuausrichtung - getragen auch von prominenten Nutzern wie Kylie Jenner und deren Schwester Kim Kardashian, die zusammen rund 687 Millionen Follower zählen.
„Hört auf, TikTok zu sein“
Jenner hatte am Montag in einer Story das Posting eines anderen Nutzers geteilt, in dem der verstärkte Fokus der Plattform auf Videos kritisiert wurde. „Macht Instagram wieder zu Instagram“, heißt es in dem Posting. Und: „Hört auf, TikTok zu sein, ich will nur süße Fotos von meinen Freunden sehen.“
Auch Schwester Kim teilte den Beitrag, der auf eine dazugehörige Online-Petition auf Change.org verweist. Mehr als 186.000 Nutzer (Stand Mittwochmittag) sprachen sich dort bereits gegen die „VerTikTokung“ von Instagram aus.
„Gehen wir zurück zu unseren Wurzeln bei Instagram und erinnern wir uns daran, dass die Absicht hinter Instagram war, Fotos zu teilen“, fordern die Unterzeichner. „Wir hatten um Himmels Willen keine Videos in der App, bis die Entwickler Angst vor Vine (ein 2012 von Twitter übernommener und 2017 eingestellter Kurzvideo-Dienst, Anm.) hatten.“
Mosseri macht Nutzer für Wandel verantwortlich
Die Kritik blieb nicht unverhallt, allerdings sieht Instagram eher die Nutzer als sich selbst für den Wandel von einer Foto- zu einer Videoplattform in der Verantwortung.
In einer am Dienstag via Twitter veröffentlichten (Video-)Stellungnahme betonte Firmenchef Mosseri, dass Fotos „das Erbe“ von Instagram seien und dass man diese auch weiterhin unterstützen werde. Doch auch ohne sein Zutun bzw. das von Instagram würde sich das Angebot zu einer Video-Plattform wandeln, da Nutzer nun mal vermehrt Videos posteten, so Mosseri.














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