Er ist der Wilde, der Kleine: der Hintersee. Inmitten der Osterhorngruppe, in Faistenau, liegt der kleine Badesee. Er punktet vor allem, weil Vierbeiner hier schwimmen gehen dürfen.
Sucht man nach Abkühlung für sich und seine Liebsten, muss man in Salzburg nicht sehr weit fahren. Ist einer der Liebsten jedoch ein Hund, dann wird’s schwieriger. Am Hintersee im Flachgauer Faistenau werden Hund und Herrchen aber fündig. Noch dazu kostenlos. Vorausgesetzt man hält sich an ein paar Regeln.
Das Westufer des kleinen Sees ist für Hunde freigegeben. Vom großen und kostenlosen Bundesforste-Parkplatz aus sind kleine Buchten und Schotterbänke leicht und schnell zu erreichen. Leinenzwang und Hundekotsackerl gehören auch hier zum guten Ton. Die Sackerl sind auch im Fall der Fälle zu verwenden und nicht nur mitzuführen. Das gilt aber nicht nur am Hintersee, aber vor allem dort. Denn die Gemeinde und auch der Eigentümer, die österreichischen Bundesforste, dulden das Vierbeinerbaden solange niemand über die Stränge schlägt.
Das wilde Ufer des Hintersees
Das gilt auch für menschliche Badegäste. Am Nordufer gibt es die Gemeindeliegewiese. Stets frisch gemäht kann man hier auf direktem Weg untertauchen. Ein paar Schritte weiter tut sich das wilde Ufer des Hintersees auf. Trampelpfade führen hier bis ans Wasser. Ist ein Platzerl gefunden, kann man in Ruhe den See genießen, auch mit Stand-Up-Paddle, Kajak oder Luftmatratze ist das kein Problem. Grillen oder offenes Feuer hingegen sind strengstens verboten. Ein Geheimtipp: die Naturliegewiese am Tauglzipf im Süden.
Rund um den Hintersee kann man die Zeit wunderbar verplempern. Eine kleine Wanderung zur Eiskapelle am Fuß des Wieserhörndls, ein Geheimtipp, oder eine Seerunde zu Fuß oder mit dem Radl. Wer danach hungrig ist, findet beim Fischerwirt in Vordersee Naturküche, wie es die Wirtsleut selbst bezeichnen. Fast alles kommt aus der Region und ist ausschließlich Bio. Wer’s italienisch mag und Weinfan ist, kommt im Cavino auf den Geschmack.
Den Faistenauer Hintersee gibt es nur einmal
Die Lago Bar direkt am See führt seit letztem Jahr Jacqueline Gerlach. Bei der Hinterseerin gibt’s alle Arten von Badesnack, vom Eis bis zum Räucherfisch. Den, meist Forelle, räuchert ihr Papa. Den Gästen schmeckt’s, auch wenn die schon einmal verwirrt waren. „Die wollten eigentlich nach Bayern, an den Hintersee in der Ramsau bei Berchtesgaden“, erzählt Gerlach. „Ihnen hat’s an unserem Hintersee aber so gut gefallen, die sind noch einmal gekommen.“
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