02.07.2022 18:13 |

Berührender Marsch

Hunderte begleiten getötete Zara Aleena nach Hause

Hunderte von Trauernden versammelten sich am Samstag im Osten Londons zu einem Schweigemarsch in weißer Kleidung für Zara Aleena, die nach einem nächtlichen Ausgehabend in den frühen Morgenstunden auf dem Heimweg getötet wurde. Die Teilnehmer gingen ihren Weg in der Todesnacht bis zu ihrer Haustüre ab, um „sie dorthin zu bringen, wo sie in Sicherheit“ gewesen wäre.

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Damit demonstrierten sie zugleich gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen weiße Kleidung als Zeichen des Protests, sie hielten Bilder des Opfers und Blumensträuße in den Händen.

Die Polizei sperrte mehrere Straßen ab, damit die Menge den Weg vom Ort der Attacke zur Wohnungstür der 35-Jährigen zurücklegen konnte.

Nur Minuten von Wohnung entfernt ermordet
Zara Aleena war vor knapp einer Woche nur wenige Minuten von ihrer Wohnung entfernt getötet worden, als sie nachts zu Fuß nach Hause ging. Ein 29 Jahre alter Verdächtiger sitzt in Untersuchungshaft, ihm werden Mord, versuchte Vergewaltigung und Raub vorgeworfen. Der Fall erinnert an den Mord an der Londonerin Sarah Everard, die im März 2021 auf dem Heimweg von einem Polizisten entführt, vergewaltigt und getötet worden war.

„Denkweise ändern“
Aleenas Tante Farah Naz betonte, die Familie wolle, dass sich endlich etwas ändere und dass die politische Führung handle, um Gewalt zu verhindern. „Es geht nicht darum, Straßen sicher zu machen, sondern darum, die Denkweise zu ändern“, sagte Naz. Der Schweigemarsch begann um 14.17 Uhr (Ortszeit, 15.17 Uhr) - Aleena war in der Nacht zum 26. Juni um 2.17 Uhr attackiert worden - und folgte dem Heimweg, den sie genommen hätte. Ziel sei es, „sie dorthin zu bringen, wo sie in Sicherheit hingehörte“, teilte die Familie mit.

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