25.06.2022 05:00 |

Richtig versorgt

Sommerunfälle - da ist rasche Hilfe gefragt

Ob in der Stadt unterwegs, im Wald oder zu Hause im Garten - wir wissen alle, wie schnell etwas passiert. Nach einer Verbrennung beim Grillen, Umknicken während des Sports oder nach einem Insektenstich sollte man auch in der Freizeit im Kopf haben, was zu tun ist.

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Natürlich will sich niemand in den schönsten Wochen des Jahres die Laune mit Verletzungen, Verbrennungen oder Insektenstichen verderben lassen, doch die Statistik spricht eine klare Sprache: Jährlich verletzen sich etwa beim Grillen rund 700 Personen so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Jeder zweite erleidet Verbrennungen. Aber bei dem Outdoor-Vergnügen sind auch andere Probleme zu beklagen: So weisen 30 Prozent Schnittverletzungen auf, 16 Prozent stürzen im Umfeld. 13 Prozent aller dieser Verletzungen betreffen übrigens Kinder unter 14 Jahren. Diese daher niemals in der Nähe von glühenden Kohlen oder Feuerstellen unbeaufsichtigt lassen!

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Sollten Sie sich verbrannt haben, kühlen Sie die betroffene Stelle für 10 Minuten mit Wasser. Das lindert die Schmerzen.

Dr. Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Roten Kreuzes

Gut vorbereitet ins Grillvergnügen starten
Grillfans legen sich am besten grundsätzlich immer einen Feuerlöscher oder Kübel Wasser und eine Löschdecke bereit. „Sollten Sie sich verbrannt haben, kühlen Sie die betroffene Stelle für 10 Minuten mit Wasser. Das lindert die Schmerzen“, empfiehlt Dr. Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Roten Kreuzes. Das Wasser sollte aber nicht zu kalt, sondern leicht temperiert, also handwarm sein.

Kleine Wunden schnell versorgen
Wer das Messer schwingt, sollte stets Verbandszeug in der Nähe haben. Bei starken Blutungen reicht kein Pflaster, sie müssen gestoppt und der Notruf (144) gewählt werden. Das gelingt mit einem Druckverband oder dem sogenannten manuellen Druck. „Pressen Sie Finger, Handballen oder Faust fest auf die Schnittwunde“, erklärt Dr. Schreiber. dazu Den verletzten Körperteil hoch lagern. Betroffene sollten am besten sitzen oder liegen, bis die Rettungskräfte eintreffen. Tiefe Wunden müssen so schnell wie möglich von einem Arzt genäht werden.

Und schon ist man umgeknickt!
Beim Städtetrip oder während kleiner Wanderungen kommt es rasch zu Stürzen. „Verstauchungen werden häufig durch ein Umknicken im Knöchelbereich verursacht. Hierbei wird der Halteapparat eines Gelenkes gezerrt. Schonen Sie den Fuß und lagern Sie ihn hoch. Mit kalten Umschlägen kühlen. Meist heilt alles von alleine“, so Dr. Schreiber. Bei hartem Aufprall sind Prellungen meist die Folge. Legen Sie bei leichten Beschwerden auch hier kühle Umschläge auf. Klingen die Schmerzen nicht ab, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Insektenstiche sind lästig, aber meist harmlos und verursachen juckende Rötungen sowie Schwellungen. Steckt der Stachel im Fleisch, ziehen Sie ihn vorsichtig mit der Pinzette raus. Kühlen, damit die Schwellung schneller abklingt! Zecken mit „Spezialwerkzeug“ aus der Apotheke vorsichtig gerade herausziehen, bis diese loslassen. Achten Sie darauf, dass Sie auch den Kopf der Zecke entfernen.

Eva Greil-Schähs
Eva Greil-Schähs

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