20.06.2022 08:12 |

Mamas konfrontiert

Das Problem mit dem Stillen in der Öffentlichkeit

74 Prozent der Mütter stillen oder haben gerne gestillt - doch mehr als zwei Drittel haben dabei negative Reaktionen in der Öffentlichkeit erlebt. Dies zeigt eine am Montag veröffentlichte Umfrage von MAM Babyartikel, an der mehr als 1900 Frauen in Österreich, Deutschland und der Schweiz teilgenommen haben. Knapp die Hälfte der Frauen stillt die Babys, bis sie sechs bis neun Monate alt sind, jede Fünfte tut dies länger als ein Jahr (19,9 Prozent).

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Das Hauptmotiv für das Stillen ist bei 94,3 Prozent, die Gesundheit ihres Kindes zu fördern. Weil es die Bindung zwischen Mutter und Kind begünstigt, nannten 76,5 Prozent. Und „weil man Muttermilch immer dabei hat“, war für 76,1 Prozent ein Mitgrund.

Aber es wurden bei der Umfrage auch negative Seiten aufgeführt: wunde/entzündete Brustwarzen (60,7 Prozent), Milchstau (39,3 Prozent) oder „zu wenig Milch“ (38,2 Prozent). Die Hebamme ist bei Problemen für drei Viertel Ansprechpartnerin Nummer 1.

„Mit ,Mumsplaining‘ konfrontiert“
Auch heutzutage läuft das Füttern für zwei Drittel außerhalb der eigenen vier Wände nicht immer stressfrei ab: 39,2 Prozent ist das Stillen in der Öffentlichkeit unangenehm. „Im Rahmen der Umfrage haben wir zahlreiche Erfahrungsberichte von Müttern erhalten, die uns von unaufgeforderten, teilweise sehr übergriffigen Bemerkungen und Ratschlägen erzählten. Egal, ob es um das Stillen oder das Füttern mit dem Fläschchen geht - Mütter sind mit einem regelrechten ,Mumsplaining‘ konfrontiert“, meinte Eline Strobl von MAM Baby Österreich.

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Wir haben zahlreiche Erfahrungsberichte von Müttern erhalten, die uns von unaufgeforderten, teilweise sehr übergriffigen Bemerkungen und Ratschlägen erzählten.

Eline Strobl von MAM Baby Österreich

Aber auch die rund zwölf Prozent der Mütter, die nie gestillt haben, stehen unter öffentlichem Druck, wie es mehrere Teilnehmerinnen der Erhebung ausdrückten, wie zum Beispiel: „Meine Erfahrung war die, dass die meisten das Flaschegeben nicht akzeptieren konnten und das Nicht-Stillen als etwas Schlechtes für das Kind ansehen.“

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