Die "Steirerkrone" hat es vor Kurzem aufgedeckt: Die übergroße Angst vor einem Ostarbeiter-Ansturm nach der Arbeitsmarktöffnung war nicht berechtigt; nur die Hälfte der erwarteten "Hackler" - 540 Slowenen und 550 Ungarn - kam im Mai ins Land. Doch nun erhöhen die ausländischen Anbieter den Druck: Mit "unmoralischen Angeboten" versuchen sie, heimischen Firmen Kunden abzuluchsen.
"Es gibt bereits etliche Fälle von Lohn-Dumping", weiß der Chef der Bau-Holz-Gewerkschaft, Beppo Muchitsch. So wurde beim Neubau einer Wohnhausanlage in Graz die Entlohnung der ungarischen Arbeiter um 14,2 bis 23,75 Prozent - verglichen mit unserem Kollektivvertrag - unterschritten. Deshalb haben die steirische Finanz und die Polizei eine Aktion scharf gestartet. Auf Anfrage der "Steirerkrone" wurden konkrete Ergebnisse genannt: Demnach wurden bereits 15 Ostfirmen mit 62 Arbeitnehmern kontrolliert; bei 52 "Hacklern" bestand der "Verdacht der Unterlohnung".
"Bau auf A"
Deshalb ist die Initiative "Bau auf A", die die Sozialpartner ins Leben gerufen haben, auch so wichtig. Geworben wird für österreichische Dienstleistungen und Produkte, umweltbewusstes Bauen - und Auftragsvergaben an heimische Unternehmen. "Schließlich sichern wir damit Arbeitsplätze im eigenen Land", sagen Muchitsch und Hans-Werner Frömmel (Bau-Innung).
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