Niedrige Gebote

Vermögen von Hans Linz versteigert: Erlös enttäuschend

Steiermark
12.07.2011 10:53
Der Großteil des Hab und Guts von Hans Linz, ehemaliger Hauptvermittler von AvW-Genussscheinen und Ex-Präsident des DSV Leoben, ist in den vergangenen Wochen unter den Hammer gekommen: Rund 72.000 Euro seien dabei in die Konkursmasse geflossen - nur ein "Tropfen auf den heißen Stein", verlautete man aus dem Büro des Masseverwalters. Enttäuschend sei der Erlös des Weinkellers gewesen, auf die erfolgreiche Versteigerung der Fischereirechte an der Enns hoffe man noch.

Vieles - darunter auch Linz' Mercedes SL500 - wurde in den vergangenen Wochen in der Obersteiermark versteigert. Doch nicht alles war bei den Bietern gefragt. Übrige Stücke sind nun im Freihandverkauf erhältlich: Ein Golfsack mit unvollständigem Schlägerset von Callaway, eine rustikale Sitzgruppe aus Weichholz oder auch Weine kann man noch am Donnerstag, 21. Juli, in St. Martin am Grimming ergattern.

Ausstehend seien auch noch die Versteigerungen von Hans Linz' Haus, seiner Ferienanlage mit Hotel und seiner Fischereirechte an der Enns. Während die beiden Immobilien großteils ohnehin den Banken gehören und daher wohl kaum Geld in die Konkursmasse kommen wird, rechne Harald Terler aus dem Büro von Masseverwalter Erwin Bajc bei der Versteigerung der Fischereirechte mit 70.000 bis 100.000 Euro. Vorerst müsse aber noch ein Sachverständiger den Wert der Rechte schätzen. Ein Termin für die Versteigerung werde im Internet bekannt gegeben.

Gläubiger-Quote dürfte im Promillebereich bleiben
Enttäuschend für Linz und den Masseverwalter waren die Erlöse aus den Versteigerungen der Weine: "Wenige Interessenten waren da und nur rund 7.000 Euro kamen herein," so Terler. Auch wenn die Fischereirechte nun noch Geld in die Konkursmasse bringen werden, sei das im Vergleich zum anerkannten Schaden, der derzeit im Insolvenzverfahren bei gut 32 Millionen Euro liege, gering. Die Quote für Gläubiger dürfte im Promillebereich bleiben.

Hans Linz war Ende März/Anfang April dieses Jahres rechtskräftig wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs, betrügerischer Krida und Begünstigung eines Gläubigers zu sieben Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden.

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