29.04.2022 10:10 |

Floriani üben wieder

„Einen Feuerwehr-Lockdown darf es nimmer geben“

Salzburgs Feuerwehren können endlich wieder ohne Corona-Beschränkungen üben. In den Herbst blicken sie dennoch sorgenvoll.

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Rauch steigt aus dem dritten Stock einer Schule in der Salzburger Akademiestraße – jetzt muss es schnell gehen! Löschfahrzeuge mit Blaulicht rasen herbei, Feuerwehrleute durchkämmen das Gebäude, brechen mit routinierten Griffen Türen auf und retten Verletzte.

Was dramatisch aussieht ist nur eine Übung und gehört eigentlich zum täglichen Brot der 17.006 Feuerwehrleute in Salzburg. Aktuell ist es aber etwas Besonderes. „So eine große Übung hatten wir schon lange nicht mehr“, erzählt Markus Schüller, Chef der Freiwilligen Feuerwehr Bruderhof in der Stadt Salzburg. „Während der vergangenen zwei Jahre war der Übungsbetrieb nur sehr eingeschränkt möglich“, so Schüller.

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In den vergangenen zwei Jahren hat schon unsere Kameradschaft gelitten. Wir sind froh, wieder durchstarten zu können.

Markus Schüller, Kommandant FF Sbg./Bruderhof

„Katastrophal war das“, ergänzt Mike Leprich, Chef der Freiwilligen Feuerwehren in der Landeshauptstadt. In den ersten Lockdowns sei der Übungsbetrieb in der Feuerwehr nahezu völlig zum Erliegen gekommen, „Dann haben wir auf Kleingruppen, Maske und Tests vor Dienstantritt gesetzt“, erklärt Leprich .

Kameradschaft ist das „Salz in der Suppe“
Der Kommandant betont zugleich aber, dass man es durch ein strenges Präventionskonzept immer geschafft habe, die Einsatzbereitschaft zu erhalten. Die gemeinsame Übung zweier Feuerwachen ist für ihn ein Meilenstein. „Kameradschaft ist für eine ehrenamtliche Organisation das Salz in der Suppe und die hat leider durch die Pandemie gelitten“, weiß Leprich.

Personell ist man gut aufgestellt. „Feuerwehrjugend und Aktivmannschaft boomen – die Leute sehnen sich nach Gemeinschaft“, freut sich der Kommandant.

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Die Corona-Zeit war hart. Unsere Abläufe müssen trainiert werden. Es ist ein schönes Gefühl, dass es wieder voll losgeht.

Patrick Katherl, Feuerwehrmann FF Sbg. / Bruderhof

In den Herbst schaut Leprich skeptisch: „Ich bin sicher, da blüht uns noch Einiges. Für mich ist aber klar: Einen Feuerwehr-Lockdown darf es nimmer geben.“

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