„Unser Gott“

Alaba möchte „Papa“ Pep dieses Mal frustrieren

David Alaba trifft im Semifinal-Hinspiel der Königsklasse mit Real Madrid auswärts auf Manchester City und seinen Lehrmeister Pep Guardiola. Der Spanier „erfand“ in München den Wiener als Innenverteidiger. Markus Hörwick, damals bei Bayern „Direktor Medien und Kommunikation“, erinnert sich zurück.

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Auf Real Madrid mit Abwehrchef David Alaba wartet im Semifinal-Hinspiel der Champions League bei Manchester City eine Herkulesaufgabe. Die  Engländer gelten als Topfavorit auf den Titel. Alaba, der zuletzt mit muskulären Problemen kämpfte, trifft dabei auf Lehrmeister Pep Guardiola, der ihn von 2013 bis 2016 bei Bayern München enorm weiterentwickelt hat. David profitiert laut eigener Aussage noch heute davon: „Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen mit Pep.“ Alaba will ihm zeigen, dass er noch weiter dazu gelernt hat. Mit einem Lächeln sagt er: „Ich habe Pep sehr gerne, aber dieses Mal möchte ich ihn frustrieren.“

Markus Hörwick erlebte als „Direktor Medien und Kommunikation“ Alaba und Guardiola in München: „Pep hat David definitiv besser gemacht, ihm viel Taktik beigebracht. Er hat ihn noch mehr gekitzelt, dass er noch konzentrierter ist, Fehler abstellt.“ Der frühere Olympia-Hochspringer Marti Perarnau, der als Journalist Guardiola in München hautnah begleitete, betont: „Pep hat mit Alaba immer wieder daran gearbeitet, dass er Probleme auf dem Spielfeld mit taktischer Intelligenz und nicht nur mit seiner Athletik und Durchsetzungsfähigkeit löst.“

„Unser Gott“
In seinem ersten Jahr erfand Guardola eine neue Rolle, in der David die Rolle eines Außenverteidigers, eines defensiven und offensiven zentralen Mittelfeldspielers kombinieren musste. Später ließ der Trainer-Guru den Wiener als Innenverteidiger agieren. Die Hauptaufgaben des Ex-Austrianers waren die Spieleröffnung (David war unter Pep der passsicherste Spieler des ganzen Kaders) und die Konterabsicherung, für die er mit seiner Schnelligkeit prädestiniert war. Schon damals prophezeite Guardiola, dass Alaba auf dieser Position einer der Besten der Welt werden könne. Guardiola liebte die Verlässlichkeit und Flexibilität von Alaba, bezeichnete ihn sogar als „unseren Gott“.

Manchmal packte Guardiola Österreichs Fußball-Star auch hart an. Hörwick sagt dazu: „Pep war wie ein guter Vater, manchmal streng, damit die Spieler weiterkommen. Aber er hat sie auch in den Arm genommen, mit ihnen gelacht und geweint.“ Der Medienprofi verfolgt den Werdegang von Alaba, den er bei der Entwicklung von einem fast etwas schüchternen jungen Burschen zu einer absoluten Persönlichkeit begleitet hat, weiter aus der Ferne: „Ich sehe einen sehr selbstbewussten David im königlichen Trikot. Er hat den Kopf immer oben. Er weiß, was er kann. Er weiß, dass er dieser Mannschaft helfen kann.“ Für den Aufstieg ins Finale am 28. Mai im Stade de France sieht Hörwick Real Madrid gegen Manchester City als 60:40-Favorit.

Matthias Mödl
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Gernot Bachler
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