„Hatte keine Chance“

Für „Sch*** Putin“ hagelte es in Wien Tritte

Hassverbrechen in Wien! Der Ukraine-Konflikt ist offenbar auch bei uns angekommen: Ein Unternehmer wurde in der Innenstadt von drei halbstarken Putin-Fans attackiert.

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Donnerstagabend in der Wiener Innenstadt. Olaf B. ist nach der Arbeit auf dem Weg nach Hause. Er telefoniert mit seiner Freundin - einer gebürtigen Ukrainerin. Es ist der Tag, an dem die russischen Truppen ihre Heimat überfallen haben. „Meine Freundin hat am Telefon geweint. Sie hat viele Freunde und Verwandte in der Ukraine. Und natürlich waren wir emotional. Da hab‘ ich am Telefon ,Scheiß-Putin‘ gesagt. Nicht geschrien, aber dennoch gut hörbar“, erinnert sich B.

Opfer: „Ich hatte keine Chance“
Bei der Straßenbahnhaltestelle Schottentor wurde er daraufhin von drei halbstarken Milchgesichtern angepöbelt. B.: „Ich konnte gar nicht so schnell reagieren, da hat mich der Erste schon niedergeschlagen. Ich vermute, dass der Rädelsführer eine Kampfsportart beherrscht. Sie wussten genau, was sie taten, ich hatte keine Chance, ihn abzuwehren.“ Zu B.s Glück wird die Straßenbahnhaltestelle von vielen Passanten frequentiert. Augenzeugen riefen sofort die Polizei.

B. wurde am Arm verletzt und erlitt zahlreiche Prellungen. Womöglich ein Hassverbrechen im Namen Putins. „Ich kann nicht sagen, ob es Russen oder Tschetschenen waren. Dem Akzent nach dürften sie aus dem Osten gekommen sein. Es ist auch egal. Ich bin froh, dass wir in Österreich leben und Kritik an Politikern öffentlich äußern können, ohne dafür verfolgt zu werden. Gewalt darf hier keinen Platz haben“, so B.

Der Unternehmer will sich zusammen mit seiner Freundin nun verstärkt für ukrainische Flüchtlinge einsetzen.

 Kronen Zeitung
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