Di, 13. November 2018

"Krone"-Interview

07.05.2011 10:05

"Man kann zwar streiten, aber das Sparpaket ist nötig"

Hannes Androsch hat in Graz die Werbetrommel für sein Bildungsvolksbegehren gerührt: Interessierte können ihre Unterstützungserklärung auf dem Gemeindeamt oder dem Magistrat deponieren. Im "Steirerkrone"-Interview spricht Androsch über Schulreformen, das Landes-Sparpaket und die aufgeblähte Verwaltung.

"Krone": Herr Dr. Androsch, wie läuftes mit Ihrem Bildungsvolksbegehren?
Hannes Androsch: Die für die Einleitung des Volksbegehrens benötigten Signaturen haben wir beisammen, aber es könnten noch wesentlich mehr sein. Die große mediale Aufmerksamkeit muss jetzt auch in Unterschriften umgemünzt werden, darum bitte ich alle um Unterstützung. Wenn den Menschen die Bildung nicht eineinhalb Minuten auf dem Gemeindeamt wert ist, ist ihnen die Zukunft nichts wert!

"Krone": Im Schulbedarf besteht ja ausreichend Reformbedarf...
Androsch: So ist es. Ein flächendeckendes Angebot von Ganztagsschulen ist notwendig, um die gesellschaftliche Realität entsprechend abzubilden. Wir brauchen die besten Leute als Lehrer, eine gute, fundierte Ausbildung und keinen Wust an Verwaltung. Von zwei fürs Schulsystem ausgegebenen Euro kommt nur einer an! Und wenn 150 Millionen Euro allein für Nachhilfeunterricht aufgewendet werden, dann läuft etwas falsch.

"Krone": Themenwechsel: Die Steiermark hat das größte Sparpaket ihrer Geschichte geschnürt, muss 1,5 Milliarden Euro einsparen. Was halten Sie davon?
Androsch: Man kann natürlich darüber streiten, aber es ist klar, dass das Sparpaket notwendig ist. Die Steirer sind da anderen Bundesländern nur voraus, auch dort wird es über kurz oder lang Maßnahmen geben müssen.

"Krone": Ist der Bundesländer-Apparat zu aufgebläht?
Androsch: Ich bin ein Anhänger der Bundesländer, aber der Föderalismus ist in den vergangenen Jahren aus dem Ruder gelaufen. Dass in den Ländern beispielsweise zu wenige Beamte in der Verwaltung beschäftigt wären, wird nun niemand wirklich behaupten wollen.

Interview: Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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