05.01.2022 06:45 |

Vierschanzentournee

Simon Ammann: Abschied nach Vierteljahrhundert

Durch die windbedingte Absage des Tournee-Bewerbs in Innsbruck ist Simon Ammann wohl um die letzte Chance auf ein Antreten auf dem Bergisel gebracht worden. „Höchstwahrscheinlich ist nach dieser Saison Schluss“, sagte der Schweizer. Ganz festlegen wollte sich der 40-Jährige noch nicht, denn das Tagesgeschäft habe jetzt einmal Vorrang. „Ich gehe neutral nach Bischofshofen und entscheide endgültig nach der Saison“, kündigte er an.

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Ammann war bereits 1997 und damit im vergangenen Jahrtausend bei der Vierschanzentournee dabei gewesen, zum 24. Mal steht er diesmal in der Teilnehmerliste des nordischen Klassikers. Dass er die Gesamtwertung nie gewonnen hat und sie auch diesmal nicht gewinnen wird, ist vielleicht der einzige Makel in seiner beispiellosen Karriere. Gereicht hat es zu drei Tagessiegen - 2008 in Oberstdorf, 2010 in Garmisch-Partenkirchen und 2013 erneut in Oberstdorf.

In der Gesamtwertung schnappten ihm zwei Österreicher den großen Coup weg. 2008/09 musste er sich Wolfgang Loitzl um 32,6 Punkte geschlagen geben, 2010/11 fehlten Ammann als erneut Zweitem 30,4 Zähler auf Thomas Morgenstern. Zweimal wurde er Gesamt-Dritter. In der aktuellen Tournee qualifizierte sich Ammann in den ersten beiden Bewerben um Rang 30, wurde in Garmisch 34. und in Oberstdorf 13. Es war sein bisher einziges Abschneiden in den Top 20 in diesem Winter.

Auf den Olympia-Schanzen in Zhangjiakou wird der Eidgenosse noch einmal im Zeichen der fünf Ringe dabei sein. Die Spiele waren es auch, die ihm einen unvergleichlichen Erfolg brachten. Sowohl 2002 in Salt Lake City als erst 20-Jähriger wie auch 2010 in Vancouver holte Ammann sowohl die Titel auf der Normal- wie auf der Großschanze. 2007 in Sapporo wurde er Großschanzen-Weltmeister, 2010 in Planica Skiflug-Weltmeister, den Gesamtweltcup gewann er 2009/10.

„Es wird einem nie langweilig“
23 Weltcupsiege feierte Ammann, womit er im ewigen Ranking 30 Stück hinter dem Tiroler Leader Gregor Schlierenzauer auf Rang neun liegt. Ein 24. Erfolg wird nun kaum noch dazukommen. Warum ihm Skispringen nach einem Vierteljahrhundert auch ohne Siege noch immer so viel Spaß mache? „Skispringen ist abwechslungsreich, es wird einem nie langweilig“, erklärte Ammann. „Natürlich würde ich es auch heute noch gerne besser machen. Aber es ist ein Privileg, es machen zu dürfen.“

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