03.01.2022 11:46 |

Lockdown im Raum

GECKO tagt Dienstag: Maßnahmen noch diese Woche?

Die Corona-Zahlen steigen weiter, die Omikron-Variante verschärft die Lage. Andere Staaten adaptieren bereits ihre Maßnahmen - und auch hierzulande könnte es vielleicht schon diese Woche Verschärfungen setzen. Denn die Expertinnen und Experten der gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination GECKO werden bereits am Dienstag wieder zusammentreten, um hinter verschlossenen Türen zu beraten. Am Donnerstag tritt man dann wieder vor die Presse. Wie die „Krone“ am Montag aus Insiderkreisen erfuhr, wird die Verhängung eines neuerlichen Lockdowns von den Infektionszahlen der kommenden Tage abhängen.

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Die Bundesregierung hatte zuletzt mehrere Fragenkomplexe zum weiteren Management der Pandemie übermittelt. Derzeit werde - auch in mehreren Untergruppen - laufend an deren Beantwortung gearbeitet. Im Fokus stehen dabei die Omikron-Variante und ihre Auswirkungen, teilte GECKO mit. 

Lage nach wie vor ernst
Die Corona-Lage in Österreich ist nach Einschätzung des Gremiums jedenfalls „nach wie vor ernst“. Alle Anstrengungen müssten darauf abzielen, die Fallzahlen so niedrig wie möglich zu halten. Beim derzeit gültigen strengen Maßnahmenpaket - u.a. FFP2-Maskenpflicht, Lockdown für Ungeimpfte - würden die Inzidenzen im Land vorerst nur „mäßig“ steigen. Das ist aus Expertensicht allerdings auch notwendig, um Zeit zu gewinnen, „da wegen der Virusvariante Omikron sehr rasche Veränderungen zu erwarten sind“.

Auch in den Bundesländern breitet man sich bereits auf eventuelle neue Maßnahmen vor. Der Krisenstab des Landes Oberösterreich rechnet mit einem Anstieg im Lauf der kommenden Tage und Wochen auf bis zu 60.000 bis 70.000 gleichzeitig infizierte Oberösterreicher - was einer Sieben-Tage-Inzidenz von etwa 4000 gleichkommen wurde. Das „entspricht einem Lockdown“, sagte Tilman Königswieser, Mitglied des Krisenstabs und Leiter des Salzkammergut-Klinikums Gmunden, dem ORF Radio Oberösterreich. In den Spitälern erwarte man rund 140 Corona-infizierte Intensivpatienten.

Auch andere Staaten verschärfen Maßnahmen
Andere Staaten haben ihre Corona-Maßnahmen angesichts der Omikron-Welle bereits angepasst. So befinden sich die Niederlande derzeit in einem harten Lockdown, was in der Nacht auf Montag in Amsterdam zu einer Demo von Maßnahmengegnern mit rund 10.000 Teilnehmern geführt hatte, die von der Polizei aufgelöst wurde. Auch die Schweizer Epidemiologin Emma Hodcroft sagte im Interview mit blick.ch, dass „ein ein- bis zweiwöchiger Lockdown leider das wirksamste Mittel, um den Druck auf das Gesundheitssystem zu verringern“ sei, sollte es in der Schweiz zu Triagen kommen.

In England sollen ältere Schüler wegen der rasanten Ausbreitung der Corona-Variante Omikron im Klassenzimmer nun wieder Masken tragen. Die vorläufige Empfehlung gilt von der siebenten Klasse an, also etwa ab dem Alter von zwölf Jahren, wie die britische Regierung am Sonntag wenige Tage vor Ferienende mitteilte. Die Vereinigten Arabischen Emirate verhängten ein Reiseverbot für alle Bürger, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind.

Verkürzte Quarantäne für Geimpfte?
In Deutschland überlegt man hingegen sogar eine Lockerung der Quarantäneregeln, wie es auch schon in Frankreich passiert ist. Vollständig Geimpfte müssen dort im Fall einer Infektion ab Montag nur noch sieben Tage in Quarantäne. Deutschlands Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte, man denke „in der Tat über verkürzte Quarantäne- und Isolationszeiten nach.“ Auch Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) hatte sich für eine verkürzte Quarantäne für Geimpfte ausgesprochen. 

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