02.01.2022 17:09 |

Kampf gegen Virus

Omikron: Staaten passen Quarantäneregeln an

Weil die Omikron-Variante des Coronavirus rasant um sich greift, reagieren die betroffenen Länder mit immer neuen Maßnahmen und Adaptionen geltender Regeln. Viele Staaten setzen wieder auf Maskenpflicht, manche sogar auf ein Reiseverbot. 

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England führt die Maskenpflicht für ältere Schüler wieder ein, die Vereinigten Arabischen Emirate verbieten Ungeimpften das Reisen. Aus Sorge um die Aufrechterhaltung des täglichen Lebens entscheidet sich Frankreich indes zu Lockerungen der Quarantäneregeln. Auch in Österreich wird angesichts der ansteckenderen Omikron-Variante über eine Lockerung der Quarantäneregeln diskutiert, obwohl am 2. Jänner der höchste Sonntagswert seit 5. Dezember verzeichnet wurde.

Frankreich: Ungeachtet einer Rekordzahl von zuletzt mehr als 200.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag verkürzt Frankreich seine Quarantänefristen. Vollständig Geimpfte müssen im Fall einer Infektion ab Montag nur noch sieben Tage in Quarantäne. Die Quarantäne kann mit einem negativen Schnelltest oder PCR-Test auf fünf Tage verkürzt werden. Für nicht oder nicht vollständig Geimpfte bleibt es bei einer Quarantäne von zehn Tagen. Vollständig geimpfte Kontaktpersonen müssen hingegen ab Montag nicht mehr in Quarantäne, vorausgesetzt sie testen sich binnen sechs Tagen jeweils jeden zweiten Tag. So wolle man Stillstand im Land verhindern.

In England wurden zuletzt mehr als 160.000 neue Corona-Fälle gemeldet. Darum sollen Schüler auch hier wieder im Klassenzimmer Masken tragen. In den übrigen britischen Landesteilen Schottland, Wales und Nordirland gilt seit Langem eine Maskenempfehlung in Schulen. Die vorläufige Empfehlung gilt von der siebenten Klasse an, also etwa ab dem Alter von zwölf Jahren, wie die britische Regierung am Sonntag wenige Tage vor Ferienende mitteilte. Dies solle sicherstellen, dass so viele Jugendliche so lange wie möglich die Schule besuchen können.

Die Vereinigten Arabischen Emirate verhängten ein Reiseverbot für alle Bürger, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind. Ab 10. Jänner dürften Ungeimpfte das Land nicht mehr verlassen, teilte das Außenministerium am Samstag mit. Mit wenigen Ausnahmen müssen bereits Geimpfte vor einer Auslandsreise zudem eine Booster-Impfung erhalten. Mehr als 90 Prozent im Land wurden zweimal geimpft. Etwa ein Drittel der Bevölkerung hat eine Booster-Impfung erhalten.

In Österreich wird angesichts der ansteckenderen Omikron-Variante über eine Lockerung der Quarantäneregeln diskutiert. Mit zu erwartenden tausenden Neuinfektionen täglich würde die Zahl der Arbeitnehmer in Krankenstand und in Quarantäne zum Problem. Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker sprach sich deshalb für eine Verkürzung der Absonderung aus. Aktuell muss man nach Kontakt mit einem Omikron-Infizierten zehn Tage in Quarantäne, nach fünf Tagen ist ein Freitesten möglich. Allerdings gelten auch Geimpfte und Genesene als K1-Person, müssen in Absonderung. Dies war bei den bisherigen Varianten nicht der Fall.

International wird außerdem die Sorge geäußert, dass die gängigen Schnelltests die neue Omikron-Variante möglicherweise weniger gut erkennen. Die große Mehrheit der Tests schlage auf ein Protein des Virus an, das von den Omikron-Mutationen vergleichsweise wenig betroffen sei. Für eine „endgültige, qualitative und quantitative Aussage“ seien allerdings weitere Untersuchungen erforderlich.

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