Im „Krone“-Interview:

Erwin Pröll wird 75: „Heute bin ich gelassener!“

Radlbrunn ist ein kleiner Ort im Weinviertel - dennoch kennt man ihn im ganzen Land, ist er doch Heimat eines ganz großen Niederösterreichers: Hier feiert Erwin Pröll heute seinen 75. Geburtstag. Im Kreise seiner Familie, seine „wahre Heimat“, wie er sagt. Die „Krone“ traf den gut gelaunten Altlandeshauptmann zum Interview.

„Krone“: Herr Landeshauptmann, was haben Sie sich heuer zu Ihrem 75. Geburtstag gewünscht?
Erwin Pröll: Ausgeglichenheit und Zufriedenheit. Das war schon zu meiner Kindheit so, da hat es ja keine großen Geschenke gegeben, Überfluss war ein Fremdwort. Mein größter Wunsch ist es, den Tag im Kreise meiner Familie zu verbringen. Der Heilige Abend und mein Geburtstag klingen traditionell in der Christmette aus.

Wir wollten dieses Interview an Ihrem Lieblingsplatz führen, jetzt sitzen wir hier in Ihrem Wohnzimmer. . .
Dieser Platz hat offenbar eine ganz besondere Ausstrahlung. Wann immer ein Hund bei uns zu Besuch ist, lässt er sich hier nieder. Und auch ich fühle mich hier besonders wohl. Man hat alles gut im Blick, die Haustür und den Kachelofen, aber auch den Garten. Dieser ist im Laufe des Sommers sozusagen das Wohnzimmer für meine Frau und mich.

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Die Pandemie ist in dieser Hinsicht eine besondere Aufgabe für die Politik. Aber wenn es einfach wäre, sage ich immer, dann würde man uns nicht brauchen.

Erwin Pröll im "Krone"-Interview

Stichwort Corona: Sind Sie nach 25 Jahren als Landeshauptmann froh, dass diese Verantwortung nicht mehr auf Ihren Schultern liegt?
Ich bin seit meiner Kindheit auf dem Bauernhof zu einer gewissen Verantwortung erzogen worden. Was zu tun ist, wenn ein Gewitter aufzieht zum Beispiel. Daher habe ich auch in meiner politischen Laufbahn immer Herausforderungen gesucht und gebraucht. Und jede Zeit hatte ihre eigenen Herausforderungen. Aber ich hatte das Glück, dass diese immer überschaubar waren. Die Pandemie ist in dieser Hinsicht eine besondere Aufgabe für die Politik. Aber wenn es einfach wäre, sage ich immer, dann würde man uns nicht brauchen.

Mit Blick in die Zukunft: Was wünschen Sie allen Niederösterreichern für 2022?
Vor allem natürlich, dass sie gesund bleiben. Und ein feines Gespür dafür, wie sie die nötigen Schritte nach vorne bewältigen, um die Chancen und Möglichkeiten in unserem Land zu nutzen.

Thomas Lauber
Thomas Lauber
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