Thema für Politik:

Rufe nach Hilfe für psychisch hochbelastete Kinder

Die schier endlose Pandemie belastet Kinder und Jugendliche psychisch immer mehr - was, wie berichtet, schon zur Überlastung bestehender psychiatrischer Hilfsstrukturen führt. Auch die SPÖ-Chefin Bitrgit Gerstorfer fordert hier neue Angebote, aktuell etwa in der Kinder-Reha Rohrbach-Berg.

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Am Anfang war ein Mail von Kinder- und Jugendpsychiatrie-Primar Michael J. Merl am Neuromed Campus des Linzer Uniklinikum mit der Kernbotschaft: „Aufgrund der Pandemiesituation sind wir an der Kinder- und Jugendpsychiatrie derzeit in der Situation, dass wir Auslastungen im bettenführenden Bereich von 110% - 150% haben.“ Es war an die Kollegen und Kolleginnen der Pädiatrie (Kinderheilkunde) gerichtet, mit dem Ziel, für etwas Entlastung zu sorgen.

Der Hilferuf ist auch in der Politik gelandet, wo ihn der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ), Gesundheitsstatdtrat Michael Raml (FPÖ) und zuletzt auch LH-Vize Familienreferent Manfred Haimbuchner (FPÖ) aufgegriffen haben, wir berichteten. Wobei alle eine Entlastung durch die ohnehin halb leere Kinder-Reha in Rohrbach-Berg ins Auge gefasst haben.

Da hält auch die für die Kinder- und Jugendhilfe zuständige SPÖ-Landesrätin Birgit Gerstorfer viel davon: „Mir erscheint der Vorschlag von LH-StV. Haimbuchner sinnvoll, die offenbar am Bedarf vorbeigeplante Kinder-Reha in Rohrbach umzuwidmen und umzugestalten.“ Gerstorfer hat übrigens in der Sitzung der Landesholding dagegen gestimmt, dieser mehrheitlich privaten Kinder-Reha mit einer Finanzspritze unter die Arme zu greifen, ohne dass zumindest ihre freien Kapazitäten für neue Hilfsangebote für psychisch hochbelastete Kinder und Jugendliche genützt werden. In der Gesundheitsholding des Landes kursiert offenbar auch schon ein Konzept, wie das organisatorisch und finanziell möglich wäre.

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