13.12.2021 06:31 |

„Hoffen auf Wunder“

USA: Tornado-Katastrophe forderte bereits 94 Tote

In den USA schwindet nach dem Durchzug einer ganzen Serie von Tornados durch sechs Bundesstaaten die Hoffnung, noch Überlebende zu finden. Behörden der betroffenen Regionen gaben die Zahl der Todesopfer mit 94 an, doch es wird angenommen, dass Spürhunde weitere Leichen finden werden. Präsident Joe Biden sprach von einer „Tragödie“ und „einer der schlimmsten Tornado-Serien in unserer Geschichte“.

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„Wir wissen noch nicht, wie viele Leben verloren gegangen sind und wie groß das Ausmaß des Schadens ist“, sagte Biden. Er kündigte eine Reise in die betroffenen Gebiete an. „Die Verwüstung ist mit nichts zu vergleichen, was ich in meinem Leben gesehen habe“, sagte Kentuckys Gouverneur, Andy Beshear. „Es fällt mir schwer, es in Worte zu fassen.“

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Es fällt mir schwer, es in Worte zu fassen.

Andy Beshear

30 Tornados in einer Nacht
Insgesamt hatten in der Nacht zum Samstag laut US-Medienberichten etwa 30 Tornados gewütet. Von der Katastrophe betroffen waren auch die Staaten Arkansas, Illinois, Missouri, Mississippi und Tennessee. Biden sagte den sechs Bundesstaaten die Hilfe der Bundesbehörden zu. 

„Es besteht immer Hoffnung“
In Kentucky wurde die Kleinstadt Mayfield von einem besonders heftigen Luftwirbel in Trümmer gelegt. Dutzende Menschen starben, als das Dach einer Kerzenfabrik einstürzte. Zum Zeitpunkt des Unglücks hatten laut Beshear in der Fabrik rund 110 Menschen gearbeitet. Es wäre „ein Wunder, wenn noch jemand lebend gefunden wird“, so der Gouverneur. „Es besteht immer Hoffnung“, noch Überlebende zu finden, sagte Mayfields Bürgermeisterin Kathy O‘Nan: „Wir hoffen auf ein Wunder.“

In Edwardsville im Bundesstaat Illinois prallte ein Tornado auf eine Amazon-Lagerhalle, als dort in der Nachtschicht Weihnachtsbestellungen bearbeitet wurden. Sechs Leichen wurden dort geborgen, 45 andere Mitarbeiter konnten nach Feuerwehrangaben in Sicherheit gebracht werden. Dutzende Mitarbeiter wurden noch vermisst. Amazon-Chef Jeff Bezos zeigte sich in einer Twitter-Botschaft „untröstlich“ über die Todesfälle.

Keine Rettung mehr, „nur noch Bergung“
Der Leiter der Feuerwehr von Edwardsville, James Whiteford, sagte, der Einsatz ziele mittlerweile nicht mehr auf die Rettung von Menschen ab, sondern „nur noch auf die Bergung“. Auch hier dürfte die Zahl der Todesopfer noch steigen.

Putin: „Aufrichtiges Beileid“
Eine Kondolenzbotschaft erhielt Biden vom russischen Staatschef Wladimir Putin, mit dem er erst am Dienstag einen Videogipfel zur Ukraine-Krise abgehalten hatte. In dem Telegramm bekundete Putin laut Kreml sein „aufrichtiges Beileid“ wegen des Tornado-Desasters. Papst Franziskus sagte, er bete „für die Opfer des Tornados, der Kentucky getroffen hat“.

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