So, 19. August 2018

Zu Gast in Innsbruck

18.04.2011 09:45

Pferdeflüsterer Monty Roberts zog Fans in seinen Bann

3.000 Pferde-Freunde hat Monty Roberts (76) am Wochenende in der Innsbrucker Olympiaworld in den Bann gezogen. Der Pferdeflüsterer überzeugte mit kleinen Tricks, die verblüffend große Wirkung zeigten...

Am Samstagabend kurz vor 20 Uhr, Innsbrucker Olympiaworld: Einige Besucher sind gespannt: Ist der echt so gut? Kann er wirklich mit Pferden sprechen? Wenige Minuten später sind offene Fragen wie weggeblasen. Im Laufschritt sprintet der 76-jährige Pferde-Papst in die Arena. Blaues Hemd, beige Wrangler-Hose und jede Menge Charisma fesseln Zuschauer bis in die obersten Reihen der Halle.

Vier "Problempferde" mit unterschiedlichem Verhaltensmuster "knöpfte" sich der Amerikaner für die Show vor. Die jeweiligen Besitzer verzweifelten bislang an ihren tierischen Lieblingen. Beim "störrischen Amadeus" spielte Monty Roberts bereits nach wenigen Minuten die erste Geige. Mit Feingefühl, speziellen Handbewegungen und dem Werfen einer Leine ("Longe") zog er alle Register seines Könnens.

Die "Join-Up-Methode" gehört zu seinen Grundprinzipien. Das Ziel: Das Pferd akzeptiert den Menschen als Leittier und vertraut ihm. Dass "Amadeus" bis zu dem Zeitpunkt noch nie geritten wurde, merkte man nach 27 intensiven Monty-Minuten nicht. Anders verhielt es sich beim zweiten tierischen Kandidaten. "Baron", auf dem es noch nie ein Reiter länger als 30 Sekunden aushielt, konnte trotz aller Versuche (Kontaktaufnahme mit dem Stock, Sandpuppe als Reiter) nicht beruhigt werden. Roberts sprach von einem "traumatisierten Pferd".

Gewaltfreie Erziehung
Angesichts dieses Falles hörte sich die nächste Herausforderung fast einfach an: "Surprise" fürchtete sich nämlich vor Plastik. Mit viel Geschick löste der Pferdeflüsterer auch diese Aufgabe. Der vierte "Fall" fand ebenfalls ein glückliches Ende. Da sich "Joey" weigerte in den Anhänger zu steigen, ritt die Besitzerin zu der Veranstaltung - und zwar 4,5 Stunden. Um ihr dieses Schicksal heimwärts zu ersparen, legte sich Monty kräftig ins Zeug. Und verfrachtete "Joey" in sagenhafter Rekordzeit. Fazit: Gewaltfreie Erziehung, das Credo von Monty Roberts, beeindruckte nicht nur Pferdefans! Monty zog alle Register seines Könnens und bot den Zuschauern eine perfekte Show.

von Christian Biendl, "Tiroler Krone"

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