Serbe freigesprochen

Prozess: Sperrte 44-Jähriger seine Freundin ein?

Tirol
30.11.2021 19:00

Es waren schwere Straftaten, derer der in Tirol lebende serbische Angeklagte von seiner Ex-Freundin bezichtigt wurde. Er soll sie ein Jahr lang eingesperrt haben, sodass sie nur noch gemeinsam mit ihm die Wohnung habe verlassen können. Weiters soll er sie einmal vergewaltigt und regelmäßig geschlagen, gefesselt und genötigt haben.

Die Liste der schier unbegreiflichen Taten, die der angeklagte Serbe laut seiner bulgarischen Ex-Freundin begangen haben soll, ist lang. Der Mann soll sie quasi von Beginn der Beziehung an in seiner Wohnung eingesperrt, ihr später das Handy weggenommen und sie zur Einnahme seiner Diabetes-Medikamente gezwungen haben.

„Sie schilderte ein Martyrium“
Er soll gesagt haben, er werde ihr die Beine brechen, die Augen ausstechen und diese in ihren Mund stecken, sie überfahren, wenn sie eine Beziehung mit einem anderen Mann beginne sowie ihren Sohn umbringen. Zudem soll er sie an den Haaren gepackt, ihren Kopf gezerrt und sie zu Oralsex gezwungen haben. Und: Er soll Sex-Videos und Nacktbilder gegen ihren Willen gemacht haben. „Sie schilderte ein Martyrium“, so die Richterin.

Von der Bulgarin konnte sich das Gericht aber leider keinen Eindruck verschaffen: Die Frau ist nicht auffindbar. Für den Verteidiger ist klar: Die Frau soll sich das alles nur ausgedacht haben. „Auf eine niederschriftliche, in sich widersprüchliche Aussage einen Schuldspruch zu stützen, kommt bei uns nicht infrage“, so die Richterin. Auf den Sex-Videos seien zudem keine Gewalt und kein Zwang erkennbar. Deshalb - wie so oft in solchen Verfahren: Freispruch.

Eine andere Ex-Frau des Mannes hatte ihn übrigens beschuldigt, ihr den Pass weggenommen zu haben ...

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