21.11.2021 18:55 |

Standort Vorarlberg

Die Digitalisierung befindet sich am Vormarsch

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss Vorarlberg technologisch mit der Zeit gehen. Dabei nimmt die Standortagentur WISTO eine wichtige Rolle ein.

Digitalisierung ist nicht erst seit Corona ein wichtiges Thema: Für etliche Unternehmen sind digitale Services längst das Hauptgeschäft, bei anderen sind sie zumindest ein Teilbereich und bei manchen zumindest „Mittel zum Zweck“. Komplett ohne digitale Lösungen kommt heutzutage aber kaum mehr ein Betrieb aus.

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Mittlerweile arbeitet man in erster Linie daran, die eingeführten Technologien zu optimieren

Mathias Bertsch

Auch für die „Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH“, kurz WISTO, ist die digitale Welt längst kein Neuland mehr. Vielmehr unterstützt die Standortagentur heimische Unternehmen bereits seit vielen Jahren darin, die digitalen Segnungen in den jeweiligen Betrieb zu implementieren. Besonders viel zu tun hatte die WISTO in den vergangenen Monaten: Die Pandemie habe den Entwicklungen im digitalen Bereich einen immensen Schub verpasst, berichtet Mathias Bertsch, der als Bereichsleiter unter anderem für Digitalisierungsthemen verantwortlich ist. „Zu Beginn ging es in vielen Unternehmen darum, das Alltagsgeschäft trotz Lockdown am Laufen zu halten - ob das nun der Umstieg auf das Home Office war oder ob es darum ging, die Logistikketten entsprechend anzupassen. Mittlerweile arbeitet man in erster Linie daran, die eingeführten Technologien zu optimieren.“

Doch es geht nicht nur um die Einführung notwendiger Technologien, um etwa einen Betrieb aufrechtzuhalten. Zahlreiche Unternehmen haben aus der Not eine Tugend gemacht und versuchen sich in neuen Geschäftsmodellen - gleich ob kleines Startup oder großer Konzern. Vor allem im Servicebereich spiele die Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle, so Bertsch: „Es geht in die Richtung, dass der Kunde nur mehr für eine Dienstleistung zahlt, nicht aber für das Produkt. Auch in Sachen Wertschöpfungskette läuft der Austausch in vielen Industrien und industrienahen Zulieferern fast nur noch digital.“

Rasante Veränderungen
Die Digitalisierung ist sehr agil, nimmt immer neue Formen an und hat mittlerweile Einfluss auf alle Lebensbereiche. So wird zum Beispiel der Plattformökonomie - darunter versteht man gänzlich internetbasierte Geschäftsmodelle, die Anbieter mit Kunden auf einem digitalen Marktplatz zusammenbringen - eine große Zukunft vorausgesagt. Damit nicht genug, gewinnen auch hybride Systeme an Bedeutung - das zeigt sich etwa im stationären Handel, der vor Corona nur vereinzelt digitale Tools in der vollen Breite genutzt hat.

Abgesehen von der direkten Unterstützung heimischer Betriebe, initiiert die WISTO Pilotprojekte und versucht, diese in der Folge zu verstetigen. Gemeinsam mit der WKV realisierte man zum Beispiel im März 2021 für Vorarlberger Handelsbetriebe das modulare Beratungs- und Schulungsangebot „Handel.Lokal.Digital“, um deren digitale Kompetenz zu steigern.

Kooperationen und Vernetzung seien auch bei digitalen Themen entscheidend, ist Bertsch überzeugt: „Nicht zuletzt aus diesem Grund forcieren wir Angebote wie den ’Digital Innovation Hub West’. Neben Workshops, Weiterbildung und Events können sich dank diesem Tool Universitäten, Fachhochschulen und andere wissenschaftliche Partner mit klein- und mittelständischen Unternehmen austauschen.“ Ein weiteres Beispiel sind die „InnoDays“, bei denen Unternehmen innovative Ideen gemeinsam mit Talenten vorantreiben können. So ist es nur logisch, dass die WISTO eng mit der Fachhochschule Vorarlberg kooperiert - bestes Beispiel dafür ist der Auf- und Ausbau des Forschungsszentrums „Digital Factory Vorarlberg“.

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Es geht in die Richtung, dass der Kunde nur mehr für eine Dienstleistung zahlt, nicht aber für das Produkt

Mathias Bertsch

Die Kräfte bündeln
Bertsch und seine Kollegen kümmern sich zudem um den Fachkräftebedarf, indem sie den Studierenden den Zugang zu passenden Unternehmen ermöglichen: „Daraus können sich weitreichende und langfristige Netzwerke entwickeln. Denn je besser Unternehmer, Mitarbeiter und Nachwuchstalente ihre Stärken bündeln, umso erfolgreicher wird nicht nur jeder einzelne sein, sondern der gesamte Standort“, beschreibt Bertsch eine klassische Win-win-Situation.

Christiane Mähr
Christiane Mähr
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