20.11.2021 06:00 |

Drei Wochen Pause

Skigebiete: „Unsere Reserven sind aufgebraucht“

Niedergeschlagen ist angesichts des neuerlichen Lockdowns die Stimmung bei den steirischen Seilbahnbetrieben, die sich gerade auf die neue Wintersaison vorbereiten: „Es ist erschreckend, wir stehen wieder vor der gleichen Situation wie vor einem Jahr“, so Sprecher Fabrice Girardoni (Stuhleck). Bei Steiermark Tourismus hofft man, die Saison doch noch retten zu können.

Nach der Vorsaison mit einem durchschnittlichen Umsatzminus von 70 Prozent seien die Reserven in den Skigebieten aufgebraucht, finanzielle Hilfe muss rasch fließen, appelliert Fabrice Girardoni im Gespräch mit der „Krone“. 

Ein großes Problem sind Saisonarbeiter, die - gerade erst eingetroffen - noch nicht in Kurzarbeit gehen können: „Was machen wir nun mit ihnen?“ Und obwohl die Gondeln und Lifte meist erst Anfang Dezember starten, sei der Zeitpunkt des Zusperrens nun sehr ungünstig, läuft doch normalerweise der Saisonkartenverkauf gerade auf Hochtouren.

Wichtig sei laut Girardoni, dass nach dem Lockdown mit den Skiliften gleichzeitig auch Gastronomie und Hotels aufsperren können - und dass es im Gegensatz zum Vorjahr keine Kapazitätsbeschränkungen in den Liften gibt. Das hat die Politik ja eigentlich hoch und heilig versprochen.

„Für die Steiermark die einzige Option“
Etwas mehr Optimismus verbreitet Erich Neuhold, Geschäftsführer von Steiermark Tourismus: „Der Lockdown war erwartet worden und ist jetzt die hoffentlich noch rechtzeitige richtige Maßnahme. Gut ist, dass es nun eine österreichweite einheitliche Regelung gibt. Alles andere wäre für Gäste und Einheimische nicht nachvollziehbar gewesen. Für die Steiermark ist dies die einzige Option, um sicherzustellen, dass ein Wintertourismus bei uns stattfinden kann. Unsere Betriebe haben ja im Sommer gezeigt, dass sie die Maßnahmen gut umsetzen können. Sie werden das auch im Winter tun.“

Sorge bereite den Touristikern aber auch die Lage in wichtigen Märkten wie Deutschland, Tschechien, Ungarn und Niederlande. „Dies beginnt schon bei den Einreisebedingungen für Österreich und hört bei der Rückreise in deren Heimatland auf, sprich ob es Quarantäneauflagen, etc. gibt. Alles in allem schwierige Rahmenbedingungen, aber noch besteht die große und berechtigte Hoffnung, dass im kommenden Winter Winterurlaube stattfinden können“, sagt Neuhold.

Von
Jakob Traby
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