13.11.2021 21:30 |

Fußball

Salzburg ist den Zuschauer-Negativrekord los

So wenig Fans wie am Freitagabend beim 4:2 gegen Israel waren noch nie bei einem Nachkriegs-Ländermatch in Österreich. Bisher war das die Partie gegen Tschechien im Lehener Stadion im Mai 1996 – damals ohne Lokalmatadore.

Auf diesen „Rekord“ hätte Klagenfurt gerne verzichtet: Mit 4300 Zuschauern war das Länderspiel gegen Israel das am schlechtesten besuchte Heimspiel in der Nachkriegszeit, in der es keine Pandemiebeschränkung gab. Bisher hatte diese Negativmarke Salzburg inne.

5100 sahen 1996 im Lehener Stadion 1:0-Sieg
Am 29. Mai 1996 waren beim 1:0 gegen Tschechien 5100 Fans ins Lehener Stadion gepilgert. Da war die Stimmung im wesentlich kleineren Lehener Oval aber bei weitem nicht so gespenstisch wie in der für 29.200 Fans zugelassenen Arena in Kärnten. Ein Grund, warum in Salzburg vor 25 Jahren nicht mehr Fans gekommen sind: die Lokalmatadore fehlten. Wolfgang Feiersinger und Heimo Pfeifenberger waren verletzt. „Ich weiß nicht mehr genau, was ich hatte. Aber es war vor meinem Wechsel nach Bremen“, erinnert sich Pfeifenberger.

Tschechien wurde kurz darauf Vize-Europameister
Zudem war das kein Qualispiel, sondern ein freundschaftliches Match vor der EM in England. Wo Nedved, Poborsky und Co. Vize-Europameister hinter Deutschland wurden. Umso bemerkenswerter war der 1:0-Sieg der von Herbert Prohaska trainierten ÖFB-Auswahl durch ein spätes Tor von Arnold Wetl.

Pfeifenberger führt mehrere Gründe an
Die Minuskulisse am Freitag hat für Pfeifenberger mehrere Gründe. „Generell ist die Grundstimmung sehr negativ, was die Nationalmannschaft betrifft. Dazu kommt die 2-G-Regel und dass es in diesem Match für die WM-Quali um nichts mehr ging.“

Über 90.000 kamen 1960 beim 3:0-Sieg in Wien
Umso mehr freute ihn das Debüt des Bullen-Kuchlers Nicolas Seiwald. „An dem führt kein Weg vorbei.“ Um eine neue Euphoriewelle auszulösen, wird es aber dauern. Die 90.726 Fans 1960 in Wien beim 3:0 gegen Spanien werden lange das bestbesuchte Heimspiel in der Nachkriegsära bleiben.

Von
Herbert Struber
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