08.11.2021 06:53 |

Astroworld-Massenpanik

„Anstiftung zum Chaos“: Klage gegen Scott & Drake

Die Massenpanik beim Astroworld-Festival in Houston im US-Bundesstaat Texas, bei der am Freitagabend acht Menschen ums Leben gekommen sind, hat nun Konsequenzen für die Rapper Travis Scott - der 29-jährige Musiker fungierte auch als Veranstalter - und Drake. Sie sind von einem verletzen Konzertbesucher geklagt worden. Wegen „Anstiftung zum Chaos“, wie die Anwaltskanzlei Thomas J. Henry Law, die die Klage einreichte, am Sonntag bestätigte.

50.000 Menschen besuchten Freitagnacht das Astroworld-Festival, als beim Auftritt von Scott bei dichtem Gedränge vor der Bühne eine Panik ausbrach, bei der auch der Kläger, der 23-jährige Kristian Paredes, schwer verletzt wurde. Acht Menschen starben, 25 weitere Festivalbesucher erlitten Verletzungen und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, einige von ihnen mit einem Herzstillstand.

Derzeit laufen die Ermittlungen zu den Ursachen der Massenpanik. „Die Menge fing an, zur Bühne zu drängen, und das verursachte eine gewisse Panik und einige Verletzungen“, wird der Feuerwehrchef von Houston, Samuel Pena, im „Houston Chronical“ zitiert. „Die Leute begannen umzufallen, wurden ohnmächtig, und das führte zu zusätzlicher Panik.“

Bereits bevor Panik ausbrach, hatte Travis Scott sein Konzert mehrfach unterbrochen und darauf hingewiesen, dass einige Fans in den vorderen Reihen Hilfe bräuchten. 17 Konzertbesucher seien ins Krankenhaus gebracht worden, elf von ihnen hätten einen Herzstillstand erlitten, berichtet der „Houston Chronicle“.

Laut Klageschrift heizte Drake die Stimmung weiter an
In der an das Gericht übermittelten Klageschrift heißt es, Scott habe bereits bei früheren Veranstaltungen Chaos gestiftet. Drake wird vorgeworfen, er habe die Stimmung noch weiter aufgeheizt, als er auf die Bühne gekommen sei. Er habe seine Show fortgesetzt, obwohl die Menge außer Kontrolle gewesen sei. Auch der Konzertveranstalter Live Nation wurde von Paredes verklagt.

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