07.11.2021 14:20 |

Tote und Verletzte

Travis Scott „in Tränen“ nach Astroworld-Tragödie

Der US-Rapper Travis Scott ist am „Boden zerstört“, nachdem während seines Auftritts beim Astroworld-Festival in Houston acht Menschen ums Leben gekommen und 300 verletzt worden sind. Er will den Familien der Opfer helfen und verspricht sowohl auf Twitter als auch in einem Instagram-Video, in dem er aufgelöst und bestürzt wirkt, den Familien der Verletzten und Verstorbenen vollste Unterstützung. 

Seine schwangere Lebensgefährtin und Mutter seiner Tochter Stormi, Kylie Jenner, gab nach der Tragödie auf Instagram ein Statement ab, in dem sie klarstellt, dass sie und Scott tief betroffen sind. Sie bedauert, Videos gepostet zu haben, auf dem der Rettungseinsatz zu sehen war und schwört, dass sie von ihrem Platz aus nicht mitbekommen habe, was passiert ist. Die jüngste Schwester der Reality-TV-Familie Kardashian war gemeinsam mit der dreijährigen Stormi und ihrer älteren Schwester Kendall in einem Familienbereich bei dem Konzert gewesen und hatte mittlerweile gelöschte Videos gepostet, die die drängende Menschenmenge vor der Bühne gezeigt hatten. Auf den Aufnahmen ist auch Blaulicht auszumachen und ein Rettungswagen, der versucht, durchzukommen.

„Gebrochen und zerstört“
Sie schreibt in ihrem Storybereich: „Travis und ich sind gebrochen und zerstört. Meine Gedanken und Gebete sind bei all jenen, die ihr Leben verloren haben, verletzt oder sonst wie von den tragischen Ereignissen betroffen sind.“ Sie denke aber auch an Travis, der sich, wie sie schreibt, „zutiefst um seine Fans und die Gemeinschaft in Houston sorgt“. Dann betont sie: „Ich möchte klarstellen, dass wir erst nach der Show von den Todesopfern erfahren haben. Auf keinen Fall hätte ich gefilmt oder er seinen Auftritt fortgesetzt.“ Scott wurde nach dem Abbruch des Konzerts vorgeworfen, er hätte zu lange weitergemacht und die Show nicht schnell genug unterbrochen, obwohl Personen im Publikum ihn bereits dazu aufgefordert hatten. 

Der Rap-Star hat auf seinem Twitter-Account ein Statement zu den tragischen Ereignissen gepostet, in dem es heißt: „Ich bin absolut am Boden zerstört über das, was letzte Nacht passiert ist. Meine Gebete gehen an die Familien und alle, die von dem, was beim Astroworld-Festival passiert ist, betroffen sind. Die Polizei von Houston hat meine volle Unterstützung, während sie weiterhin den tragischen Verlust von Menschenleben untersucht. Ich setze mich dafür ein, mit der Houston-Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, um die Familien in Not zu helfen und zu unterstützen. Vielen Dank an die Houston Polizei, die Feuerwehr und NRG Park für ihre sofortige Reaktion und Unterstützung. Liebe euch alle.“ Der 29-Jährige hatte seinen Auftritt auf dem Festival unterbrochen, als er das Ausmaß des Massengedränges wahrnahm, um um Hilfe zu bitten. Als sich das Unglück entfaltete, rief Travis ins Mikrofon: „Security, jemand muss schnell helfen.“

In der Nacht zum Sonntag wandte sich Scott zudem in einem Video an seine Anhänger und schwor, dass er eine Show sofort unterbrechen würde, wenn er bemerkt, dass etwas passiert sei. Und natürlich helfen würde. Er habe den „Ernst der Situation“ nicht gleich richtig eingeschätzt. „Ich bin ehrlich gesagt am Boden zerstört und konnte mir nie vorstellen, dass so etwas passiert.“ Er betet für die Opfer und biete ihnen jegliche Hilfe an, „durch diese Zeit zu kommen.“ Ein Freund enthüllte gegenüber der „New York Post“, dass Scott wegen des Unglücks „in Tränen“ sei.

50.000 Menschen bei Festival
Das Unglück ereignete sich am Freitagabend Ortszeit beim Astroworld-Festival in Houston im Bundesstaat Texas. Die genaue Ursache sei noch nicht bekannt, teilte Houstons Feuerwehrchef Samuel Peña mit. Etwa 50.000 Menschen seien zu dem Festival gekommen, das den Veranstaltern zufolge ausverkauft war.

Während des Auftritts des US-Rappers Travis Scott habe sich die Menschenmenge gegen 21.15 Uhr (3.15 MEZ am Samstag) vor der Bühne immer enger zusammengedrückt, sagte Peña. „Das verursachte einige Panik, es gab die ersten Verletzten, Leute wurden ohnmächtig, und das hat zusätzliche Panik erzeugt.“ 17 Patienten seien in ein Krankenhaus gebracht worden, elf von ihnen mit Herzstillstand. Über 300 Menschen seien in einem Feldhospital am Festivalgelände behandelt worden.

Noch keine Antworten
CNN berichtete, wie Travis Scott seinen Auftritt unterbrach. Beim Festival sollten laut Veranstalter auch Künstler wie Earth, Wind & Fire, SZA und Bad Bunny auftreten. Die Veranstaltungen für Samstagabend seien abgesagt worden, sagte Peña. Bezirksrichterin Lina Hidalgo hob hervor, dass viele der Opfer sehr jung gewesen seien, einige erst zehn Jahre alt. Sie sprach von einer „schrecklichen Tragödie“. Die Behörden richteten eine Anlaufstelle ein, an die sich Angehörige auf der Suche nach Vermissten wenden konnten.

Houstons Polizeichef Troy Finner sagte, die Unglücksursache werde noch untersucht. „Spekuliert nicht. Niemand hat heute Nacht alle Antworten parat. Es sind eine Menge Gerüchte im Umlauf“, warnte er. Von einer Person, die Menschen mit einer Spritze betäubt hat, war am Samstag die Rede. 

Das auf zwei Tage angelegte Festival war CNN zufolge von Scott organisiert worden. Houston ist die Heimatstadt des 29-jährigen, auch als La Flame und Cactus Jack bekannten Rappers. Er wurde dort 1992 als Jacques Webster Jr geboren.

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