Wiesner-Hager-Chef:

„Firmen müssen nicht jeden Blödsinn mitmachen“

„So lange es mir Spaß macht“ - das antwortet Markus Wiesner, wenn er nach dem „wie lange noch?“ gefragt wird. 65 Jahre ist der Wiesner-Hager-Chef alt, der Generationswechsel ist eingeläutet. „Doch wir haben keinen Stress“, sagt Wiesner. Corona war sehr fordernd: „Aber man lernt aus Krisen mehr als aus Hochphasen.“

Vom Schweißen über das Schleifen von Kanten - bei Wiesner-Hager sitzt jeder Handgriff. Rund 250 Mitarbeiter hat der Möbelhersteller in Österreich, etwa 35 kommen noch in der firmeneigenen Polsterei in Tschechien dazu. An insgesamt zehn Montageplätzen werden in Altheim die letzten Teile zusammengesetzt, Tische, Stühle und Schränke finalisiert und dann für die Auslieferung gut verpackt.

Mehr Homeoffice, mehr digitale Besprechungen - Corona hat die Arbeitswelt verändert. Markus Wiesner, der nun gemeinsam mit Tochter Laura das 100 Jahre alte Unternehmen führt, stört das nicht, im Gegenteil. Unternehmen reduzieren zwar die Arbeitsplätze in Firmengebäuden, weil Beschäftigte auch von zu Hause arbeiten, und verringern Flächen.

„Aber wenn es um das Lösen von Problemen, das Entwickeln von Strategien oder Ausbildungen geht, dann wird es dafür eine Menge an Räumen brauchen“, sagt der 65-Jährige, „für uns ist das nur positiv, denn wir bauen Möbel für Kommunikationsräume“.

Beratend stehen die Innviertler bei den Veränderungen zur Seite. „Geht’s um Trends, muss man als Firma nicht jeden Blödsinn mitmachen - wir wissen, worauf es zu achten gilt.“

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Mittwoch, 20. Oktober 2021
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