07.10.2021 16:53 |

Jedoch Hochrisiko-Zone

Keine Tests an Schulen in Vorarlberg mehr nötig

Die Corona-Ampel ist fast überall auf Orange gestellt - außer in zwei Bundesländern herrscht damit ein hohes Infektionsrisiko. Nur in Niederösterreich und im Burgenland leuchtet die Ampel gelb (mittleres Risiko). Vorarlberg ist das einzige Bundesland, das in den Schulen auf Stufe eins gereiht wurde - daher müssen keine Tests mehr durchgeführt werden. 

Die verhältnismäßig geringe Quote an Patienten auf der Intensivmedizin sowie die Tatsache, dass es in Richtung anderer Bundesländer kaum zu Arbeits- und Schülermobilität komme, erlaube es dem Bundesland Vorarlberg, einen weiteren Schritt Richtung Normalisierung zu gehen, heißt es im Schreiben der Kommission. Damit ist ein Unterricht fast wie vor der Pandemie möglich.

Bundesland dient neuerlich als Testregion
Vorarlberg soll damit neuerlich als Testregion dienen wie schon dereinst in der Gastronomie. Die Kommission hofft, entsprechende epidemiologische Schlussfolgerungen für weitere Normalisierungsschritte im Schulwesen für ganz Österreich ziehen zu können.

Niederösterreich verbesserte sich von Orange auf Gelb
In den Schulen aller anderen Bundesländern gilt die Stufe zwei: Ungeimpfte Schüler müssen sich weiter dreimal die Woche testen, geimpfte bzw. genesene nicht. Außerhalb des Klassenraums müssen Masken getragen werden. Dass Vorarlberg hier herangezogen wird, überrascht insofern, als das Land auf der Corona-Ampel selbst weiter im orangen Bereich aufscheint - also im hohen Risiko-Sektor. Dorthin zurückgefallen sind auch die Steiermark und Tirol.

Den umgekehrten Weg ins Gelbe, also ins mittlere Risiko, ging Niederösterreich. Dort befindet sich nun auch das Burgenland, das vergangene Woche noch gelb-grün war, also in der Zone des geringen Risikos. Der Gesamtstaat verharrt im orangen Bereich.

Vorarlberg wurde aus mehreren Gründen Modellregion
Vorarlbergs Bildungslandesrätin Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) erklärte dazu, man werde damit wie im Frühjahr wieder zur Pilotregion, in der Normalisierungsschritte erprobt und gut beobachtet werden. Sie begründete die Auswahl Vorarlbergs als Modellregion mit einer im Bundesvergleich geringen Sieben-Tage-Inzidenz, einer vergleichsweise geringen Quote an Covid-Patienten auf Intensivstationen sowie den Werten aus der Abwasseranalyse.

Für Schüler, Lehr- und Verwaltungspersonal besteht damit ab 11. Oktober keine Maskenpflicht mehr, für nicht geimpftes Personal ändert sich nichts an der Testpflicht. Geimpfte und Genesene können weiter freiwillig Antigen-Tests machen. Auf Wunsch des Landes würden die dreimal wöchentlich durchgeführten Tests aber nur mehr freiwillig angeboten. Externe dürfen weiter nur mit 3G-Nachweis und Maske in die Schule. Sollten Verdachtsfälle auftreten, bestehe die Möglichkeit, eine vorübergehende Test- bzw. Maskenpflicht für einzelne Klassen für maximal eine Woche anzuordnen, dafür braucht die Schule aber vorher die Zustimmung der Bildungsdirektion. Weitergetestet wird zudem an den Sentinel-Schulen.

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