15.04.2021 12:03 |

Erste Bilanz

Vorarlberg: „Keine Infektion durch Gastro-Öffnung“

Vorarlbergs Gastronomie- und Hotellerie-Vertreter haben einen Monat nach der Öffnung der Wirtshäuser positiv bilanziert. „In der Gastronomie hat es bisher noch keinen einzigen Fall einer Corona-Ansteckung gegeben. Das ist eine außerordentlich erfreuliche Erkenntnis“, betonte Markus Kegele, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Vorarlberger Wirtschaftskammer. Die Modellregion Vorarlberg sei beispielgebend für die Beherbergungsbetriebe.

Die Öffnung der Gastronomie in Vorarlberg ist an verschiedenste Bedingungen geknüpft. Zutritt ins Wirtshaus hat nur, wer einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen kann. Zwischen den Tischen muss ein Abstand von zwei Metern sein, mehr als vier Personen dürfen nicht an einem Tisch sitzen (außer sie leben im selben Haushalt).

Die Bewirtung beschränkt sich auf die Stunden untertags, aufgrund der nach wie vor aktuellen Ausgangsbeschränkung müssen die Bürger um 20 Uhr zu Hause sein. Zuletzt hatten etwa 75 Prozent der Betriebe wieder geöffnet.

Öffnung war der richtige Schritt
Die Branche habe gezeigt, dass die Öffnung vor vier Wochen der richtige Schritt gewesen sei, unterstrich Kegele. Selbst jetzt nach der Schließung der kurzen Terrassensaison in den Skigebieten sei laut Behörden kein einziger Corona-Fall bekannt. Für den Spartenobmann war damit bewiesen, was mit guten Sicherheitskonzepten der Betriebe und einer hohen Testbereitschaft der Bevölkerung möglich sei.

Gemäß einer aktuellen Umfrage habe es bei 99 Prozent der Überprüfungen keine Beanstandung durch die Polizei gegeben, sah Kegele weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen als „mehr als gerechtfertigt“ an - konkret wurde Kegele nicht, doch war insbesondere die Ausgangsbeschränkung den Wirten von allem Anfang an ein Dorn im Auge.

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In Vorarlberg konnten wir durch die Öffnung der Gastronomie ein Stück Lebensfreude zurückgewinnen.

Mike Pansi, Fachgruppen-Obmann der Vorarlberger Gastronomie

Esskultur im Ländle lebt wieder auf
„In Vorarlberg konnten wir durch die Öffnung der Gastronomie ein Stück Lebensfreude zurückgewinnen. Ebenso wichtig ist es, dass die Esskultur wiederauflebt“, sagte Mike Pansi, Fachgruppen-Obmann der Vorarlberger Gastronomie. Die sozialen Begegnungen in der Gastronomie brächten allen Menschen im Land eine gewisse Normalität und ein Stück Freiheit. Nicht nur andere Bundesländer, auch andere Staaten würden inzwischen die Modellregion Vorarlberg als „Best Practice“-Beispiel heranziehen.

Perspektive für Hoteliers
„Wir sehen diese positive Entwicklung der Gastronomiebranche in der Pandemie-Zeit als Perspektive, in weiterer Folge auch die Beherbergungsbetriebe zu öffnen“, so Rene Madlener, stellvertretender Obmann der Fachgruppe Hotellerie. Man sei bestens gerüstet, auch für die Grenzöffnungen. Neben dem Testen weise das Impfen den Weg aus der Krise.

Madlener und Kegele wünschten sich diesbezüglich, dass auch Sicherheitsvertrauenspersonen bzw. die Erste Hilfe-Verantwortlichen in den Betrieben die Erlaubnis haben sollten, nach einer Einschulung die Tests durchführen zu dürfen. „Unsere erprobten Sicherheitskonzepte und vor allem die vorbildliche Einstellung der Mitarbeitenden und Unternehmer werden auch im Sommer greifen. Für den nächsten Winter brauchen wir aber dringend und rasch politische Lösungen“, so die drei Branchenvertreter unisono.

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