05.10.2021 06:00 |

Polizist angeklagt

Wollte Ermittler einen Informanten schützen?

Polizisten müssen bei ihren Ermittlungen Regeln einhalten. Ein Salzburger Drogen-Ermittler soll es aber nicht so genau genommen haben – der Anklage nach soll er einen Informanten geschützt und bei einer Drogen-Causa ein Beweismittel verschwiegen haben. Was er selbst aber nun im Landesgericht Salzburg bestreitet.

Es ging um eine türkische Drogen-Bande. Und um den Verdacht, dass diese 100 Kilogramm Heroin nach Salzburg schmuggeln und das Rauschgift hier in Discos verkaufen wollte. In der Anzeige gegen einen Verdächtigen im Februar 2019 soll der angeklagte Polizist seine Ermittlungsschritte nicht vollständig für die Staatsanwaltschaft dargestellt haben. So soll er auch das Treffen mit einer Vertrauensperson verschleiert haben. Deshalb auch die Anklage wegen des Verdachts der falschen Beurkundung im Amt und falscher Beweisaussage. Was der Ermittler im Landesgericht bestreitet: „Die Erstinformation ist nicht durch die Vertrauensperson, sondern durch die bosnische Polizei gekommen. Mein Mandant wollte nichts verschleiern“, betonte der Verteidiger.

Prozess wird am 7. Dezember fortgesetzt

Dem widersprach der Staatsanwalt: „Er hat die tatsächliche Verdachtslage nicht offen gesagt.“ Während des Prozesses beklagte sich der Angeklagte, dass „immer die Polizisten, die sich voll einsetzen, diejenigen sind, die nachher Probleme bekommen“. Vertagt.

 Salzburg-Krone
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