02.10.2021 22:03 |

Krise in Afghanistan

Dutzende Kinder sollen bereits verhungert sein

In Afghanistan sind nach offiziellen Angaben schon Dutzende Kinder verhungert. In Krankenhäusern der zentralen Provinz Ghor seien in den vergangenen sechs Monaten mindestens 17 unterernährte Kinder gestorben, sagte der Direktor der Gesundheitsbehörden der Provinz, Mullah Mohammad Ahmadi, am Samstag. Insgesamt seien dort fast 300 unterernährte Kinder behandelt worden. In ganz Zentralafghanistan sind seinen Angaben zufolge Hunderte Kinder vom Hungertod bedroht.

Ein Sprecher des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF konnte die Zahlen aus Ghor nicht bestätigen. Auch er befürchtet aber, dass „viele Kinder“ in Afghanistan sterben könnten.

Viele Hilfsleistungen eingefroren
Afghanistan ist seit Jahren auf internationale Hilfe angewiesen. Nach dem Abzug der westlichen Truppen und der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban wurden viele Leistungen jedoch eingefroren. Hinzu kommen eine schwere Dürre und steigende Lebensmittelpreise.

Nach UN-Angaben ist bereits ein Drittel der Bevölkerung von Hunger bedroht. Nach Einschätzung von UNICEF könnten bis Ende des Jahres eine Million Kinder unter fünf Jahren so schwer mangelernährt sein, dass ihr Leben in Gefahr ist.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).