20.09.2021 08:55 |

„Schwung-Ansatz“

Thomas Dorner ist für mich der „101-Prozent-Mann“

Ende März krönte sich der Lecher Magnus Walch zum österreichischen Riesentorlauf-Staatsmeister. Nachdem er dennoch keinen Platz in einem ÖSV-Kader bekommen hatte, entschloss sich der 29-Jährige seine Karriere zu beenden. Für die „Krone Vorarlberg“ wirft er mit seiner Ski-Kolumne „Schwung-Ansatz“ einen Blick hinter die Kulissen. Was er Thomas Dorner in der kommenden Saison zutraut und was es mit dessen Übersiedlung aus dem Bregenzerwald nach Dornbirn auf sich hat, verrät er in der aktuellen Kolumne.

Energiebündel und Kraftpaket. Zwei Ausdrücke, die Thomas sehr gut beschreiben. Wer ihn kennt, weiß, dass er einer der Athleten ist, die statt eines Pep-Talks einen Bremsfallschirm benötigen. Bei gemeinsamen Radeinheiten ist er derjenige, der im Wind fährt, im Kraftraum legt er eine Scheibe mehr auf die Hantelstange und als wären zwei intensive Einheiten am Tag nicht genug, findet man ihn abends oft stundenlang am Tennisplatz. Thomas möchte das eine Extra-Prozent herauskitzeln und hat trotzdem immer einen frechen Spruch auf den Lippen. An Einsatz und Hingabe mangelt es ihm definitiv nicht. Trotzdem ist die letzte Saison nicht so verlaufen, wie er sie sich vorgestellt hat.

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Thomas ist derjenige, der im Wind fährt und im Kraftraum legt er eine Scheibe mehr auf die Hantelstange.

Magnus Walch

Manch einer beginnt in dieser Situation zu zweifeln. Auch ein Verband macht sich Gedanken, ob solch ein Läufer weiter unterstützt werden soll. Der ÖSV steht aber voll hinter Thomas und glaubt an ihn. Genau dieses Vertrauen braucht ein Athlet. Er selbst hat objektiv analysiert und Anpassungen vorgenommen. Eine Wohnung in Dornbirn soll die tägliche Reisebelastung vom Bregenzerwald ins Olympiazentrum vermindern, sein neuer Servicemann mit ihm zusammen eine noch bessere Materialabstimmung finden und vor allem wird der Fokus statt auf den Weltcupauftakt in Sölden auf den ersten Europacup in Zinal gelegt.

„Ich habe letztes Jahr unendlich viel Energie für Sölden investiert und war dann schon vor dem Rennen völlig am Limit“, erinnert sich Thomas. Ich bin mir sicher, er hat daraus gelernt: 100 Prozent sind genug und weniger manchmal sogar mehr. 

Magnus Walch

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