Englands Fußballer werden beim heutigem WM-Qualifikationsspiel gegen Ungarn in Budapest aus Protest gegen Rassismus knien. Ungarns Premier Viktor Orban bezeichnete diese Haltung vor Kurzem noch als „Provokation“. Alle Augen sind daher auf Budapest gerichtet.
Der ungarische Teamchef, der Italiener Marco Rossi sagte laut der französischen Nachrichtenagentur „AFP“ bei der Pressekonferenz in Telki, dass er und seine Spieler sich an die Seite der Engländer stellen werden, wenn die Fans rassistisch auf das Knien reagieren. Vor drei Monaten bei der EM fielen die ungarischen Fans mit rassistischen und homofoben Sprechchören auf, das dürfe sich nicht wiederholen, meinte Rossi.
Damals bestrafte die UEFA Ungarn. Diesmal dürfte die Reaktion der 60.000 ungarischen Fans anders ausfallen. Britische Medien, wie die „Daily Mail“ kündigten an, zahlreiche Aufnahmen über die ungarischen Fans zu machen, die man später als Beweise heranziehen kann. Dass die Gemüter hochkochen werden, ist zu prognostizieren: Ungarn-Premier Viktor Orban bezeichnete vor der EM das Knien der Gegner als „Provokation“.
Plan für Reaktion
Die Tageszeitung „Telegraph“ berichtete, dass die englischen Spieler vor der Partie heute sicher knien werden, als Zeichen gegen den Rassismus. Und fügte hinzu: Die Vizeeuropameister haben auch einen Plan für den Fall, sollten sie von den ungarischen Fans beleidigt werden. Piara Piowar, die Leiterin der FIFA-Antidiskriminierungs-Kommission meinte, die Engländer sollen das Feld verlassen, falls die Fans rassistisch werden. Diese Reaktion würde die ganze Fußballwelt unterstützen, meinte sie.
England-Trainer Gareth Southgate wollte nicht über eine hypothetische ungarische Reaktion sprechen: „Wir alle haben schlechte Erfahrungen (Nach dem Spiel in Bulgarien, Anmerk. d. Red), diesmal bereiten wir uns aber gegen ein Team vor, dessen Fans hundertprozentig hinter ihrer Mannschaft stehen werden. Alles andere ist Spekulation“, meinte Southgate.
Das Spiel beginnt um 20.45 Uhr.








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