Mit einer Budgetkürzung von 25 Prozent rechnen derzeit selbst die Festivalmacherinnen Maren Richter (Künstlerische Leitung, im Bild links) und Barbara Binder (Geschäftsführung, im Bild rechts). Darüber hinausgehende Einsparungen würden, so Richter, die eigentliche Intention der Regionale gefährden: "Man kann schon auch für weniger Geld eine Ausstellung und ein paar Events zusammenstellen, aber wäre das noch ein Festival aus der Region?"
Auf "Mutmaßungen angewiesen"
Die Qualität des Festivals besteht für Richter gerade in der Möglichkeit, in einem längeren Prozess, mit der Bevölkerung, Programme zu entwickeln: "Eine Regionale dauert ja nicht sechs Wochen, sondern zwei Jahre." Die Zusammenarbeit mit Schulen, Handwerksbetrieben usw. sei zeitintensiv. Zeit, die langsam knapp wird, denn bis heute sei man bei der Höhe des für 2012 zur Verfügung stehenden Festivalbudgets auf "Mutmaßungen angewiesen".
"Sparen kann man nur mehr am Programm"
Massive Einschnitte würden sich unverhältnismäßig stark aufs Programm auswirken: "Die Organisation ist schon jetzt am Limit, sparen kann man nur mehr am Programm." Barbara Binder: "Wir haben 450.000 Euro als erste Rate zugesagt bekommen. Überwiesen wird die aber erst, wenn unser Budget steht. Und das können wir erst machen, wenn wir die Höhe der Subventionen kennen." Das Arbeiten sei so schwierig. Potenzielle Partner und Sponsoren etwa werden von derlei Unsicherheitsfaktoren nicht unbedingt angezogen. Richter: "Wir führen viele Gespräche, fixieren kann man im Moment aber nichts."
Dabei fühlt sich das Führungsduo vor allem gegenüber der Region verantwortlich. Richter: "Dort hat man drei Jahre lang dafür gearbeitet und knüpft hohe Erwartungen ans Festival." Durch den Budgetdruck habe man aber vor Ort sehr viel Unterstützung erfahren. "Man kommt uns in vielen Punkten entgegen, das hat es in diesem Ausmaß bei einer Regionale vielleicht noch gar nicht gegeben. Aber früher oder später will man in der Region auch etwas dafür zurückhaben. 2012 ist es dann Sache des Festivals, zu zeigen, dass wir dieses Entgegenkommen wert waren", meint Binder.
Themen wie "Umwelt" und "Bio" sowie die demografische Entwicklung werden 2012 wohl im Zentrum der künstlerischen Projekte stehen. Und der Versuch, solche regionalen Themen in einem globalen Zusammenhang zu stellen.
Daten und Fakten
von Martin Gasser, "Steirerkrone"









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