Zur Ehrenrettung sei gesagt, dass der Betrag sich nicht erhöht hat - aber weniger wurde es, trotz Sparkurses der Stadt, auch nicht. Aber (nervtötende) Plakatserien - wie jene der VP von Bürgermeister Siegfried Nagl, die Graz seit Wochen mit 08/15-Sinnsprüchen wie "Wenn wir einander respektieren, stärken wir die Gemeinschaft" oder "Wenn wir für Jugendliche sprechen, müssen wir mit ihnen reden" zugepflastert hat - sind eben nicht gratis. Auch wenn sie, wie so mancher Grazer unkt, umsonst sind...
Voll ins Schwarze trifft hingegen Nagls eigener Plakat-Sinnspruch: "Wenn sich jeder vom Staat bedient, ist bald kein Staat mehr da!" 18,4 Millionen Euro vergibt die Stadt Graz heuer übrigens an Subventionen für Vereine und Institutionen - um 170.000 Euro weniger als im Vorjahr.
Ausgaben im Sozialbereich steigen von Jahr zu Jahr
Einer der größten Brocken im Budget ist und bleibt aber der Sozialbereich. Von Jahr zu Jahr steigen hier die Ausgaben. Nur ein Vergleich: 2005 wurden 4,6 Millionen Euro Sozialhilfe an Bedürftige ausbezahlt - im Vorjahr waren es bereits 8,86 Millionen Euro! Die Zahl jener, die regelmäßig Sozialhilfe brauchen, steigt. Jeder 25. Grazer (gerechnet auf 250.000 Hauptwohnsitze) braucht zumindest sporadische Unterstützung durch das Sozialamt.
"Graz Inoffiziell" von Gerald Richter, "Steirerkrone"









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