12.07.2021 09:25 |

Keine Desinfektion

15-Jährige nach selbst gestochenem Piercing tot

Ihr Wunsch nach einem Augenbrauenpiercing hat für eine junge Brasilianerin ein tödliches Ende genommen. Weil ihre Mutter dagegen war, ließ sich die 15-Jährige heimlich mit der Hilfe einer Freundin selbst ein Schmuckstück ins Gesicht stechen. Die Folge war eine Entzündung - nur zehn Tage später war Izabela Eduarda de Sousa tot.

Der Teenager aus dem Südosten Brasiliens widersetzte sich dem Verbot seiner Mutter und wollte unbedingt ein Augenbrauenpiercing haben. Auch andere Familienmitglieder waren dagegen, doch das war dem Mädchen egal. Also kam eine Freundin vorbei und setzte die Nadel an. Auf eine Desinfektion des Werkzeugs und der Einstichstelle verzichteten die Mädchen - offenbar aus Angst, dass es dann zu sehr brennt.

Nur drei Tage nach der Prozedur zeigten sich schwere Symptome einer Entzündung. Der Bereich um Izabelas Augen schwoll stark an, sie wurde ins Spital gebracht. Dort erlitt sie vier Herzstillstände. Ihr Körper hatte den Fremdkörper abgestoßen, ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich dramatisch. Schließlich wurde sie in ein anderes Krankenhaus mit besserer Ausstattung eingeliefert.

Auch Intensivbehandlung konnte Teenager nicht retten
Die 15-Jährige kam auf die Intensivstation, wurde intubiert und verbrachte eine Woche im Spital. Doch schließlich verlor ihr Körper den Kampf gegen die schwere Infektion. Ihre Familie war über das frühe Ableben der Schülerin fassungslos. „Dies ist ein Appell von einer Tante, die eine sehr schöne, sehr besondere Nichte verloren hat. Hört auf eure Eltern, eure Tanten und Onkel und eure Großeltern“, erklärte eine Angehörige eine Woche nach Izabelas Tod.

Die Ärzte des Mädchens erklärten, dass die 15-Jährige wahrscheinlich an dem Auge erblindet wäre, über das sie sich das Piercing gestochen hatte. Ein solcher Eingriff sollte unbedingt von Fachleuten mit entsprechender Erfahrung durchgeführt werden.

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